Freitag - 17. November 2017

Zukunftstechnologie in Berliner Klassenräumen

Berliner Bildungspioniere begeistern Kinder und Jugendliche für Zukunftstechnologie / Bayer Foundation fördert sechs innovative Unterrichtskonzepte / Mehr als 40.000 Euro aus dem Schulförderprogramm gingen in diesem Jahr in die Hauptstadt
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Kreative Naturwissenschaftler bringen Zukunftstechnologien in den Unterricht: Die Bayer-Stiftung zeichnet sechs Berliner Projekte aus

Berlin, 17. November 2017 – Seit zehn Jahren fördert die Bayer Foundation innovative Schulprojekte, die den Bio- und Chemieunterricht im Umfeld der deutschen Bayer-Standorte attraktiver machen. Rund 40.000 Euro gingen in diesem Jahr nach Berlin. Sechs neue Projekte hat der Stiftungsrat ausgewählt, „weil sie den Grundstein für naturwissenschaftliches Interesse – und damit für die Wissenschaftler von Morgen legen“, so Thimo V. Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftungen. Seit Programmstart 2007 wurden bundesweit insgesamt 508 Initiativen mit einem Gesamt-Fördervolumen von rund fünf Millionen Euro unterstützt.

Für das Projekt „Wie kommt der Puls auf mein Handy?“ erhielt die iMINT-Akademie 10.305 Euro. Die Einrichtung entwickelt Materialien, die von allen Berliner Schulen genutzt werden können. In diesem Projekt liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung und Erforschung des menschlichen Blutkreislaufs in unterschiedlichen Belastungssituationen. Das Modul „Wie kommt der Puls auf mein Handy?“ vermittelt Schülern Kenntnisse über den eigenhändigen Aufbau und die Programmierung eines digitalen Pulsmessgerätes. Die biologischen Grundlagen werden mit den Materialien „Ganz entspannt oder grad´ gerannt – Was sagt uns der Puls?“ erarbeitet. So werden Informatik, Technik und Biologie spannend verbunden. Bis zum Herbst 2018 sollen 100 Berliner Schulen erreicht und je ein Lehrer entsprechend geschult werden. Mit der Förderung werden acht Experimentiersets samt Verbrauchsmaterialien angeschafft.

Die Lise-Meitner-Schule erhielt 20.194 Euro für das Projekt „Das Kriminallabor an Deiner Schule“. Das Oberstufenzentrum für Chemie, Physik und Biologie wird in den kommenden Monaten ein komplett ausgestattetes mobiles Kriminallabor einrichten, das von jeder Lehreinrichtung Berlins genutzt werden kann. Schulen können sich das gesamte Versuchsequipment zu den Themen „Simulation eines genetischen Fingerabdrucks“ und „PCR-Fingerprint“ samt Versuchsbeschreibung und Arbeitsmaterialien ausleihen und die Versuche in ihrem Unterricht durchführen. Die Schüler können so die Molekulargenetik aktuell und praxisnah erleben. Die Analysemethoden werden auch in der kriminalistischen Praxis angewendet.

In den kommenden drei Jahren sollen rund 1000 Schüler mit dem mobilen Kriminallabor arbeiten.

Mit dem Projekt „Proteine – Bausteine des Lebens / Alzheimer“ will das Gläserne Labor – eines der größten Schülerlabor Deutschlands – Jugendlichen die Proteinchemie sowie die Steriochemie von Aminosäuren vermitteln. Diese spielen auch bei der Erforschung von Alzheimer eine große Rolle.

Chemie- und Biologie-Leistungskursschüler der 12. und 13. Klasse erhalten Zugang zu modernen Forschungsmethoden und arbeiten fächerübergreifend in den Bereichen Biologie, Mathematik und Biomedizin. Lehrer sollen eine Fortbildung zu den Themen Proteine und Alzheimer erhalten, um eine Vor- und Nachbereitung des Kurses im Unterricht sicherzustellen. Für 2.400 Euro konnte das Gläserne Labor nun Labormaterial und technische Geräte anschaffen. Das Projekt wird neben Bayer auch vom Verband der Chemischen Industrie und von mehreren Forschungszentren in Berlin unterstützt.

Das Schiff e.V. hat in diesem Jahr eine erneute Förderung erhalten, diesmal für das Projekt „Peer to Peer-Modelle für Schüler von Willkommensklassen auf dem Jugendforschungsschiff“. Mit 3.969 Euro ermöglicht die Bayer Science & Education Foundation 20 Klassen vielfältige Experimente an Bord. Die Kinder und Jugendlichen sammeln Naturerfahrungen am Tegeler See und setzen sich zugleich mit naturwissenschaftlichen Themen und Methoden auseinander. Gleichzeitig sollen die Schüler an das Ökosystems See herangeführt werden, das als Lebensraum für unterschiedlichste Lebewesen dient, andererseits auch als Reservoir und Ressource für das Lebensmittel Wasser. Auch potenzielle Umweltgefährdungen werden thematisiert. Beim Peer-to-Peer-Modell fungieren Schüler, die bereits über bessere Sprachkenntnisse und einen höheren Wissensstand verfügt, als „Wissensvermittler“ für andere.

„Mykorrhiza gegen den Welthunger?“ heißt das von der Bayer Science & Education Foundation prämierte Projekt der Albert-Einstein-Oberschule. 50 Schüler des Ökologie-Kurses untersuchen dabei, ob die Toleranz von Pflanzen gegenüber extremen Bedingungen durch den Einsatz von Mykorrhizapilzen erhöht werden kann. Mykorrhizen sind eine Symbiose zwischen einer oder mehreren Pilzarten und dem Wurzelwerk einer Pflanze.

Ziel ist es, Ideen zu entwickeln, wie afrikanische Länder die Bevölkerung unabhängig von globalen Märkten ernähren können. Dabei setzen sich die Schüler auch kritisch mit dem ökologischen Problem der invasiven Arten auseinander. In den nachfolgenden Schuljahren sollen weitere Pflanzen und Umweltbedingungen untersucht werden. Die Bayer Science & Edcuation Foundation ermöglichte mit 1.956 Euro die Abschaffung der nötigen Labormaterialien und technischen Geräte.

Erstmals hat in diesem Jahr auch ein Kindergarten Unterstützung im Rahmen der Bayer-Schulförderung erhalten. Die Kita FröbelSpatzen in Friedrichshain erhielt für das Projekt „STADT SATT - Von der Bau-Stelle zur Naturschau-Stelle“ 3.734 Euro. Nach jahrelanger Fremdnutzung, Umbau, Ausbau und Umgestaltung der Kita, steht den Kindern nun endlich wieder ein großer Garten zur Verfügung. Übrig geblieben ist ein alter Bauwagen auf dem Gelände. Darin hat die Kita, die am Programm „Haus der kleinen Forscher“ teilnimmt, mit Unterstützung der Bayer Science & Education Foundation ein kleines Forscherhäuschen eingerichtet und ausgestattet. Zusätzlich wurde ein Hochbeet gebaut. Nun können die 240 Kitakinder Kresse ziehen und unter dem Binokular betrachten, Tomatensprösslinge pflanzen und vieles mehr. Auch mitten in der Stadt können die Kinder so lernen, wo Lebensmittel herkommen und die Natur entdecken.

Nächster Bewerbungsschluss für das Schulförderprogramm ist im Frühjahr 2018.
Eine Bewerbung ist online möglich unter: https://secure.bayer.com/foundations/BewerbungSchulfoerderung.aspx

Bayer Science & Education Foundation
Als Bildungsstiftung des Innovations-Unternehmens Bayer begreift sich die Bayer Science & Education Foundation als Impulsgeber, Förderer und Partner für Innovationen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zentrum ihrer Programme stehen Menschen mit naturwissenschaftlichem Pioniergeist – talentierte Schüler, aufstrebende Studenten und renommierte Spitzenforscher, die sich für den Fortschritt in Gesundheits- und Ernährungsfragen einsetzen. Die Fördertätigkeit der Unternehmens-Stiftungen ist ein zentraler Bestandteil des weltweiten gesellschaftlichen Engagements von Bayer, das jährlich rund 51 Millionen Euro beträgt – mit Schwerpunkten auf der Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und Spitzenforschung, der Gesundheitsversorgung und der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse der Menschen im Umfeld der Unternehmensstandorte.

Mehr Informationen zur Bayer Science & Education Foundation finden Sie unter: www.bayer-stiftungen.de

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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