Dienstag - 14. April 2015

Bayer MaterialScience entwickelt nachhaltige Lösungen für die Kühlkette

Sichere Lebensmittelversorgung mit Polyurethanen

Microcell Dämmsystem ermöglicht noch höhere Energie- und Kosteneffizienz

Maastricht, 14. April 2015 – Jahr für Jahr fallen allein in der europäischen Union etwa 100 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, während Menschen in anderen Regionen der Erde hungern. Polyurethane leisten einen wichtigen Beitrag, um die weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen: Rund 95 Prozent aller Kühlschränke auf der Erde sind mit Polyurethan-Hartschaum wärmeisoliert. Entlang der Kühlkette sorgt der Hochleistungsdämmstoff dafür, dass Lebensmittel frisch vom Feld auf den Tisch gelangen, ohne zu verderben.

Eine funktionierende Kühlkette löst zwar nicht die Ernährungsprobleme der Menschheit. Sie ist aber eine wichtige Voraussetzung: Dank Polyurethanen sparen heutige A++-Kühlschränke bereits rund 60 Prozent mehr Energie ein als Geräte der Energieeffizienzklassen B oder C, die noch vor 15 Jahren üblich waren. In Zukunft werden die Anforderungen an die Dämmleistung noch weiter steigen: Vor ein paar Jahren wurden A+++-Geräte in den Markt eingeführt, während Energie-Labels für deutlich geringere Anforderungen nach und nach ihre Gültigkeit verlieren werden.

Noch effizientere Kühlschränke
Auch auf der Seite der Dämmmaterialien geht die Entwicklung weiter: Mit dem Microcell Polyurethansystem von Bayer MaterialScience lässt sich die Dämmleistung gegenüber dem aktuellen Standard noch einmal um zehn Prozent steigern. Das bedeutet weitere Energie- und Kosteneinsparungen in Haushalten und eine zusätzliche Senkung der CO2-Emissionen – ein gutes Beispiel für das Denken in Lebenszyklen.

Um dies zu erreichen, haben Forscher des Unternehmens den Porendurchmesser aktueller Schäume noch einmal um bis zu 40 Prozent reduziert. „Die Poren sind nicht viel dicker als ein menschliches Haar“, erläutert Dr. Reinhard Albers, Experte für die Dämmung von Kühlgeräten bei Bayer MaterialScience. „Entsprechend gering ist ihre Wärmeleitfähigkeit.“ Das spart nicht nur Energiekosten, sondern kommt durch entsprechende CO2-Einsparungen auch der Umwelt zugute.

Während Verbraucher und Behörden Kühlgeräte mit immer höherer Energieeffizienz fordern, zwingt der Wettbewerb die Hersteller zu Kosteneinsparungen und hoher Produktivität. Um auch diese Wünsche zu erfüllen, hat MaterialScience maßgeschneiderte Produkt- und Prozesstechnik-Lösungen entwickelt. Das Microcell Dämmsystem kann kosteneffizient mit etablierten Schäumtechnologien verarbeitet werden und zeichnet sich dabei durch gute Fließfähigkeit und Entformbarkeit aus.

Sichere Nahrungsversorgung in Entwicklungsländern
In Entwicklungsländern verdirbt die Hälfte der Lebensmittel bereits auf dem Weg vom Feld bis auf den Tisch, da sie nicht bei niedriger Temperatur transportiert oder gelagert werden können. Eine effizient gedämmte Kühlkette kann einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der schnell wachsenden Bevölkerung in vielen Entwicklungsländern leisten.

Polyurethan-Hartschaum spielt hier eine wichtige Rolle – von der Dämmung von Tierställen über den Transport verderblicher Güter in Kühlcontainern bis zur lokalen Lagerung in Supermärkten, privaten Kühlschränken und Gefriertruhen oder portablen Kühlboxen. Bayer MaterialScience setzt sich seit Jahren für eine effizientere und wirtschaftlichere Kühlkette ein und sieht darin eine Lösung für nachhaltige Entwicklung in diesen Ländern.

Neben ihrer hohen Dämmleistung sind Polyurethane leichtgewichtig, so dass Kühlgeräte oder Kühlboxen leicht transportiert werden können. Aus der Kombination von geringer Dichte und geschlossenzelliger Struktur ergibt sich außerdem ein günstiges Verhältnis von Dämmung und Materialdicke. Das spart Platz und führt trotzdem zu hohen Energieeinsparungen.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,7 Milliarden Euro im Jahr 2014 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2014 rund 14.200 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit.

Mehr Informationen finden Sie unter www.materialscience.bayer.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG