Donnerstag - 7. Mai 2015

LPD-Betrieb in Dormagen feiert Jubiläum:

Seit 25 Jahren alles im Lack

Rohstoffe unter anderem für Automobil- und Flugzeugindustrie
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Bei dem Glanz freut sich das Auge. Diese Auto-Lackierung soll aber trotz großer Umwelteinflüsse auch über lange Zeit so edel und hochwertig daherkommen. Der Dormagener Jubiläumsbetrieb LPD von MaterialScience sorgt mit seinen Isocyanaten dafür, dass die Lackierung lange Zeit farbecht und witterungsbeständig bleibt. Da kann die nächste Waschstarße mit ihren Bürsten ruhig kommen.

Dormagen, 7. Mai 2015 – Glühende Hitze, eisige Kälte – Passagierflugzeuge sind oft extremen Temperaturen ausgesetzt. Eine immense Herausforderung an die Haltbarkeit der Außenlackierung. Hinzu kommen die aggressiven Enteisungsmittel, die im Winter eingesetzt werden. Rohstoffe für hochwertige Lacke, die solchen Belastungen standhalten, stammen von Bayer MaterialScience in Dormagen – aus dem LPD-Betrieb, dessen Inbetriebnahme sich nun zum 25. Mal jährt. Zum silbernen Jubiläum gibt es ein großes Familienfest für die rund 120 Mitarbeiter und ihre Angehörigen sowie für Ehemalige und Pensionäre.

Der Betrieb – LPD steht für „Lack Polyisocyanate Dormagen“ – im westlichen Teil des Chemparks gehört zum Geschäftsbereich „Coatings, Adhesives and Specialities“ (CAS). Hier werden in verschiedenen aufwändigen Verfahren Basis-Diisocyanate zu Polyisocyanaten umgesetzt, aus denen dann neben Flugzeugenlacken zum Beispiel auch hochwertige Autolacke hergestellt werden. Die Isocyanate machen sie besonders farbecht und witterungsbeständig. Rund 50 verschiedene Produkte für die unterschiedlichsten Anwendungen werden von Dormagen aus in die ganze Welt verkauft.

Kontinuierliches Wachstum

Mehrere hunderttausend Tonnen dieser modifizierten Isocyanate sind hier seit der Inbetriebnahme 1990 produziert worden. In dieser Zeit ist der LPD-Betrieb kontinuierlich gewachsen. Immer wieder standen Kapazitätserweiterungen und Verfahrensverbesserungen auf dem Plan. Eines der jüngsten Projekte war die Erweiterung der Übernahmestation für Bahnkesselwagen. Denn ein Großteil der Rohstoffe wird über die Schiene angeliefert. Nach dem Ausbau können nun zwei Waggons gleichzeitig entleert werden.

Im Laufe seiner 25-jährigen Geschichte hat der LPD-Betrieb in vielen Bereichen Pionierarbeit geleistet. Neue Verfahren wurden hier erprobt, technisches Know-how aus Dormagen ist in den Bau neuer Anlagen in China eingeflossen. Schon im Startjahr 1990 war der LPD-Betrieb konzernweit einer der ersten, der – wie heute noch – in fünf statt vier Schichten arbeitet, und 1996 gab es hier eine der ersten Frauen auf Schicht.

Mutterbetriebe in Leverkusen

Ursprünglich war der Dormagener Betrieb lediglich als Erweiterung der beiden Leverkusener Mutterbetriebe geplant, die Ende der 1980er Jahre an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen waren. Im Dormagener „Westwerk“, dem heutigen Chempark-Areal zwischen Autobahn und S-Bahntrasse, waren damals hingegen noch ausreichend Freiflächen für neue Produktionsanlagen vorhanden.

In Leverkusen wurden Lack-Polyisocyanate bereits seit den 50er Jahren produziert. Das 1961 patentierte Desmodur N® hatte den neuartigen Zwei-Komponenten-Lacksystemen dann vollends zum Durchbruch verholfen. Früh schon hatte etwa die amerikanische Firma Boeing für ihre Flugzeuge Lacke auf Basis von Bayer-Polyurethanen verwendet.

Fürs Auto hart und elastisch

Bei Autos kommt es darauf an, dass Lackierungen nicht nur dem Auge etwas bieten, sondern auch haltbar sind. Der Lack muss hart, aber auch elastisch sein. Das zeigt sich insbesondere in Waschstraßen – die Bürsten sind eine harte Prüfung für jeden Lack. Kratzbeständig kann nur ein zäh-elastischer Lack sein.

Zudem ist die Chemikalienbeständigkeit wesentlich. Bei einer Benetzung mit Benzin an der Tankstelle darf sich der Lack nicht verändern. Eine besondere Herausforderung ist auch Vogeldreck. Nach der Entfernung muß der Lack glänzen wie zuvor. Viele Fahrzeughersteller nutzen daher Lackrohstoffe von MaterialScience.

Auch bei Eisenbahnen

Auch die Deutsche Bahn setzt die Dormagener Produkte ein, unter anderem beim Hochgeschwindigkeitszug ICE. Hier ist die hohe Qualität zur langfristigen Werterhaltung der Schienenfahrzeuge essentiell. Besonders bei der Entfernung von Graffiti wird der Lack hart geprüft. Nach Umstellung auf Polyurethanlacke konnten die Lackier-Intervalle wesentlich verlängert werden.

Stahlkonstruktionen werden geschützt

Bei Stahlkonstruktionen kommt es auf den langfristigen Oberflächenschutz an. Zum Beispiel bei Brücken und Parkhäusern wie am Düsseldorfer Flughafen. Hier sorgen Lackrohstoffe von MaterialScience nicht nur für den Korrosionsschutz, durch die attraktive Farbgebung wird zusätzlich die Gebäudeoptik unterstrichen.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,7 Milliarden Euro im Jahr 2014 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2014 rund 14.200 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit.

Mehr Informationen finden Sie unter www.materialscience.bayer.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG