Dienstag - 24. Februar 2015

50 Jahre Jugend forscht in Deutschland

Schüler bauen fernsteuerbares Teleskop für den Astronomie-Unterricht

Seit 1997 ist die Bayer Biterfeld GmbH Patenunternehmen und Gastgeber des Wettbewerbs
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Dr. Frank Wilgmann, Leiter Herstellung und Verpackung BBG, im Gespräch mit Tobias Hille und Helene Block Projekt „CO2-Messungen und Auswertungen in Grundschulklassenzimmern“ (Fachgebiet Arbeitswelt)

Bitterfeld-Wolfen, 24. Februar 2015 – „Es geht wieder los“ – unter diesem Motto präsentierten sich im Jubiläumsjahr des bundesweit bekanntesten Wettbewerbs 11502 Jungforscher, darunter 4236 Mädchen. Es ist die zweithöchste Beteiligung seit dem Gründungsjahr 1965.
Bei der Bayer Bitterfeld GmbH stellten 77 Schülerinnen und Schüler ihre 51 wissenschaftlichen Projekte vor in den Kategorien „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Die Jungforscher kamen aus Aschersleben, Bitterfeld, Gräfenhainichen, Halle, Havelberg, Schulpforte, Quedlinburg und Jessen.

Die Anzahl der Projekte in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik, Physik und Technik war in diesem Jahr fast ausgewogen – Biologie ist aber nach wie vor das beliebteste Fachgebiet. Viele Forschungsprojekte beinhalten aber auch Betrachtungen zum Umweltschutz.

Fachgebiet Biologie mit neun Projekten am stärksten vertreten

Im Fachgebiet Biologie verglichen Madalena Höwer und Maria Clasen (15 Jahre) die Wirkung von organischem und anorganischem Dünger auf Pflanzen unter gleichen Bedingungen wie Wasser, Licht, Wärme und Boden.
Julia Werner (18 Jahre) erforscht das Wiedererlangen der Sehstärke beim Menschen durch Verwendung bestimmter Farbstoffe bei der Operation. Sie arbeitete an einem Projekt an der Universität Chemnitz mit.
Cedric Schmidt und Moritz Heinze (13/14 Jahre) aus der Sparte „Schüler experimentieren“ gingen dem Phänomen nach, warum der Sauerstoffgehalt in Gewässern unregelmäßig ansteigen oder abfallen kann.

Fachgebiet Chemie mit acht Projekten mal wieder stark dabei

Sina Willkommen (18 Jahre) untersuchte die Auswirkungen eines erhöhten Kohlendioxid-Partialdrucks in der Atmosphäre auf den Säuregrad von Ozeanwasser und auf das Verhalten des Carbonatpuffers.
Benedikt Pintat (18 Jahre) unternahm Versuche mit plasmatischen Vorgängen bei der Elektrolyse in wässrigen Lösungen. Seine entwickelten Verfahren könnten in Zukunft für die Energiegewinnung von Bedeutung sein.

Fachgebiet Geographie- und Raumwissenschaften

12 Schülerinnen und Schüler stellten sechs Projekte vor. Sie forschten an Themen wie „Sanierung von Gewässern durch Kalkabscheidungen“, „Vermessung der Welt“, „Chemisches Leuchten von Mineralien“ oder über die Verwendung von Holz als Energieträger in einem Halleschen Stadtteil. Das Südstadt-Gymnasium aus Halle tritt traditionell in diesem Fachgebiet immer mit mehreren Projekten an.

Fachgebiet Mathematik- Informatik

Mit Zahlenmodellen, computergestützten Lösungsalgorithmen oder Spracherkennung durch Computerprogramme beschäftigten sich neun Gymnasiasten zwischen 11 und 17 Jahren. Nina Trofimov (11 Jahre) präsentierte die Geschichte der Mathematik und Technik anhand russischer Briefmarken. Conrad Feilicke (16 Jahre) stellte mit einem eigens entwickelten Programm den Zusammenhang zwischen dem Satz von Leonhard Euler (Mathematiker), der Kryptographie und von Verschlüsselungsverfahren her.

Physik

Olivia Vaerst (17 Jahre) untersuchte das Wärmeabstrahlverhalten von rasch erstarrenden Bändern während eines betrieblichen Praktikums. Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse kalibrierte sie ein Pyrometer, mit dessen Hilfe die Temperatur berührungslos gemessen werden kann.
Jacob Hofmann (16 Jahre) baute für seiner Arbeit „Präszise Bestimmung der Biegefestigkeit“ die Ergebnisse aus anderen Wettbewerbsteilnahmen aus. Tobias Spans (16 Jahre) untersuchte die Erzeugung und Speicherung von Erneuerbaren Energien an verschiedenen Methoden.

Fachgebiet Technik – bei Mädchen und Jungen beliebt

Mit acht Arbeiten präsentierten Schülerinnen und Schüler acht spannende Projekte in diesem Fachgebiet.
Philipp Standt, Noah Hoffmann, Xuan Anh Nduyen (15 Jahre) bauten für den Astronomieunterricht gemeinsam ein über das Internet ferngesteuertes Teleskop. So können Schüler zur Erledigung ihrer Aufgaben auch außerhalb des Unterrichts auf das Teleskop zugreifen.
Clara Jung (17 Jahre) untersuchte den 3-D-Druck von besonders kleinen Kunststoffgetriebeteilen, wie zum Beispiel Zahnräder. Sie beleuchtete auftretende Probleme beim Druck und erarbeitete eine Lösung mittels selbst entwickelter Software.
Paul Weis und Alexander Plaue (14 Jahre) sind in ihrer Freizeit im Schülerinstitut aktiv. Sie wollten einen bereits vorhanden Roboter wieder neu aktivieren und entwickelten eine Software, damit die Beweglichkeit des Roboters wieder hergestellt werden konnte.

Fachgebiet Arbeitswelt – ein weites Feld

In diesem Fachgebiet werden Projeke vorgestellt, die das Arbeitsumfeld analysieren und dann verbessern oder erleichtern können.
Tobias Hille und Helene Block (17 Jahre) haben den CO2-Gehalt in energetisch passiven Räumen erfasst und Schlussfolgerungen für Verbesserungen vorgeschlagen. Ute und Jutta Neuendorf (14 Jahre) wollten Flecken in Kleidungsstücken mit Naturmaterialien entfernen. Sie behandelten verschmutzte Bekleidung mit Wasser, Zitronensaft und Kartoffeln und stellten erstaunliche Ergebnisse vor. John Paul Brockmeier (10 Jahre) baute eine optische Täuschung für den Schulhof auf.
Raik Torgau (17 Jahre) entwarf einen Programmierkurs für Schüler, der zukünftig in der Schule zum Einsatz kommen soll.


Bayer Bitterfeld ist seit 1997 Patenunternehmen und Gastgeber des Wettbewerbs

„Die Leistungen der jungen Menschen, die hier in Bitterfeld ihre Arbeiten präsentieren, sind sehr beachtlich. Sie machen deutlich, mit welcher Begeisterung naturwissenschaftliche Forschung – auch schon in jugendlichem Alter – betrieben werden kann, und zeigen auf, wie wichtig eine nachhaltige Förderung mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts ist“, erklärte Dr. Frank Wilgmann, Leiter der Herstellung und Verpackung der Bayer Bitterfeld GmbH beim Besuch der Projekte.
„Jeder Teilnehmer ist schon ein kleiner Sieger“, sagte Christel Kreiling, Wettbewerbsleiterin. „Wir bewerten nicht nur die Forscher-Idee, sondern wir sehen auch die außerordentliche Lernleistung“, meinte sie weiter.

Sieger des Regional-Wettbewerbes bei Bayer Bitterfeld

werden sich mit anderen Schülern beim Landeswettbewerb, gefördert von Avacon AG in Magdeburg, vom 25. bis 26. März 2015 messen. Die Landessieger fahren dann zum Bundeswettbewerb bei der BASF nach Ludwigshafen, der vom 27. bis 31. Mai 2015 dort ausgetragen wird.


High-Light im Jubiläumsjahr: Start frei für die Jugend forscht Jubiläums-Lok

Am 13. Januar 2015 war Rollout der exklusiv gestalteten Jubiläums-Lok von Jugend forscht. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb wird sie unter dem Motto „50 Jahre Jugend forscht – Wir fördern Talente“ bis Juni bundesweit vor IC-Zügen der Deutschen Bahn im Einsatz sein.


Mehr Informationen finden Sie unter www.bitterfeld.bayer.de.


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Letzte Änderung: 6. Januar 2016 Copyright © Bayer AG