Montag - 26. Oktober 2015

Körper und Seele:

Schmerz wirkt schnell – Aspirin auch

Neue Studie: Körperlicher Schmerz belastet schon nach wenigen Minuten die Psyche(1) / Experten raten, Schmerzen frühzeitig und ausreichend zu behandeln / Aspirin bewährt bei der Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen
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Mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens: Aspirin lindert seit 116 Jahren zuverlässig leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber.

Leverkusen, 26. Oktober 2015 – Körperlicher Schmerz wirkt bereits nach zehn Minuten auf unsere Seele. Das zeigt eine aktuelle Studie(1) der Technischen Universität München. In der Untersuchung waren Hitzeschmerzreize auf den Händen der Probanden bereits nach kurzer Zeit in emotionalen Bereichen des Gehirns messbar. Dauert der Schmerz an, wandelt er sich, so die Forscher, offenbar schon nach wenigen Minuten von einem reinen Wahrnehmungsprozess zu einem emotionalen Prozess.

Forschung: Schmerzen immer besser verstehen
In der Studie(1) erhielten die Probanden Hitzereize auf die Hand, die über zehn Minuten in ihrer Intensität variierten. Aufgabe der Probanden war es, die Schmerzstärke ständig auf einer Skala zu bewerten. Das Ergebnis zeigte, dass sich die subjektive Schmerzwahrnehmung der Probanden schon über wenige Minuten veränderte; so spürten diese beispielsweise eine Änderung des Schmerzes, obwohl der objektive Schmerzreiz unverändert blieb. Das Fazit der Forscher: Schon kurzer körperlicher Schmerz beeinflusst die Psyche. Wissenschaftliche Studien wie die der Münchner Forscher bringen wichtige Erkenntnisse zur Entstehung und Weiterleitung von Schmerz in Körper und Seele und bieten damit neue Chancen bei der Diagnose und Behandlung.

„Es ist grundsätzlich wichtig, jede Art von Schmerz ernst zu nehmen und die Schmerzweiterleitung frühzeitig und ausreichend zu unterbrechen, um eine Chronifizierung, das heißt die Entstehung eines andauernden Schmerzes zu verhindern und die Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses zu unterbinden“, rät Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel. Hier punktet die weiterentwickelte Aspirin Tablette: Eine erste spürbare Schmerzlinderung tritt bereits 16 Minuten nach der Einnahme ein.(2,3)

Aspirin: Schlüssel zu wichtigen Erkenntnissen
Mit seinen 116 Jahren gehört Aspirin in der Zwischenzeit zu den am besten erforschten Arzneien der Welt – und trotzdem steht die Forschung nicht still. „Aspirin ist ein zentraler Bestandteil der Schmerzforschung und hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute sehr viel zu den Mechanismen im Gehirn wissen. Dadurch können wir zum Beispiel Kopfschmerzen viel gezielter und effektiver behandeln als noch vor wenigen Jahrzehnten“, erklärt Göbel. Der Neurologe und Schmerzspezialist hat selbst schon unzählige Untersuchungen mit und an der Acetylsalicylsäure, dem Aspirin-Wirkstoff, vorgenommen. Schmerzen zu lindern, ist zu Göbels Lebensaufgabe geworden, die ihn jeden Tag neu erfüllt, wie er selbst sagt. Aspirin sei und bleibe dabei ein wichtiger Bestandteil in seinem Werkzeugkasten gegen den Schmerz.

Auch Bayer-Wissenschaftler Dr. Uwe Gessner widmet sich seit vielen Jahren der kleinen runden Tablette mit dem markanten Kreuz in der Mitte. „Als ich mich 1992 zum ersten Mal mit Aspirin beschäftigte, war der erste Gedanke ‘Das Medikament ist fast 100 Jahre alt, was gibt es da noch viel zu tun?“ Schnell wurde ihm aber klar: Um den Schmerzmittelklassiker wird es noch lange nicht still. Zum Beispiel hat Bayer vor rund einem Jahr den Schritt gewagt und die Formulierung verändert, sodass die weiterentwickelte Aspirin Tablette nun doppelt so schnell zu einer deutlich spürbaren Schmerzlinderung im Vergleich zur bisherigen Tablette führt.

Aspirin-Forschung: Vom Schulprojekt für Jugend forscht bis hin zur großen Studie
Darüber hinaus hat die Aspirin Produktfamilie in den letzten Jahren viel Nachwuchs bekommen: Das Schmerzmittel gibt es nicht nur in Form einer Schlucktablette, sondern zum Beispiel auch als Brause- oder Kautablette, als Granulat für unterwegs oder auch in Kombination mit zusätzlichen Wirkstoffen wie Vitamin C oder dem schleimhaut-abschwellenden Mittel Pseudoephedrin in Aspirin Complex zur Behandlung von Erkältungen mit Schnupfen, Schmerzen und Fieber. Max Alwert greift am liebsten auf das Granulat von Aspirin Effect zurück, das er einfach ohne Wasser einnehmen kann. Der 22-Jährige litt vor allem als Jugendlicher häufig an Spannungskopfschmerzen und Migräne. „Ich mag Tabletten aber überhaupt nicht und kann sie einfach nicht schlucken“, erklärt er. Als Alwert 2010 im Rahmen eines Schulprojekts Acetylsalicylsäure selbst herstellen sollte, kam ihm die Idee, den Wirkstoff ganz anders zu verpacken – in einen Kaugummi. Da die Herstellung von Kaugummi in einem einfachen Schullabor zu schwer ist, musste er seine ursprüngliche Idee wieder über Bord werfen. Das konnte Alwert aber nicht entmutigen: „Alternativ habe ich dann aus Zucker und Wasser eine Masse hergestellt und mit dem Schmerzmittel vermengt.“ Das Projekt reichte er anschließend bei Jugend forscht ein.

Egal ob Schulexperiment oder langjährige Studien: Aspirin begeistert nach wie vor Mediziner, Wissenschaftler und Experten. „Wir sollten uns häufiger darüber bewusst werden, was für ein Geschenk uns der Bayer-Chemiker Dr. Felix Hoffmann mit der Synthese von Acetylsalicylsäure gemacht hat“, erklärt Göbel.


Einige Highlights der Aspirin-Forschung

• 1897 gelang dem Bayer-Chemiker Dr. Felix Hoffmann erstmals die Synthese der Acetylsalicylsäure in chemisch reiner und haltbarer Form.
• Der britische Pharmakologe Sir John R. Vane entdeckte 1971, dass die Acetylsalicylsäure die Bildung von Prostaglandinen im Körper hemmt, was die schmerzlindernden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Effekte erklärt. 1982 erhielt Vane für die Entschlüsselung des Wirkprinzips der Acetylsalicylsäure den Nobelpreis für Medizin.
• Seit 1977 steht der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der WHO.
• Seit Juli 2014 gibt es den Schmerzmittelklassiker in einer neuen Formulierung, sodass die weiterentwickelte Aspirin Tablette im Vergleich zur bisherigen Tablette nun doppelt so schnell zu einer deutlich spürbaren Schmerzlinderung führt.


Über Bayer HealthCare Deutschland
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Quellen:
(1) Ploner M et al. Prefrontal gamma oscillations encode tonic pain in humans. Cerebral Cortex 2015. DOI: 10.1093/cercor/bhv043.
(2) Voelker M, Hammer M, Inflammopharmacology 2012; 20: 225-231.
(3) Cooper SA, Voelker M, Inflammopharmacology 2012; 20: 233-242.


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Letzte Änderung: 9. November 2016 Copyright © Bayer AG