Freitag - 16. Oktober 2015

Welternährungskonferenz der Vereinten Nationen in Rom

Junge Vordenker treiben das Thema Ernährungssicherheit auf UN-Konferenz voran

Abgesandte des Youth Ag-Summit stellen die „Canberra Youth Ag-Declaration“ vor / Plan beinhaltet Empfehlungen, wie Jugendliche Impulse bei der Ernährungssicherung setzen können
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Laura Grubb und Samba Ouma Zablon haben die Canberra Youth Ag-Declaration auf der Welternährungskonferenz der Vereinten Nationen bei der FAO in Rom vorgestellt.

Rom/Monheim, 16. Oktober 2015 – Auf der Welternährungskonferenz der Vereinten Nationen (UN CFS) in Rom konnten die Australierin Laura Grubb und der Kenianer Samba Ouma Zablon die „Canberra Youth Ag-Declaration“ vorstellen. Die zwei jungen Studierenden sind Abgesandte des Jugend-Agrargipfels (Youth-Ag Summit), der von Bayer CropScience ins Leben gerufen wurde. 100 junge engagierte Agrar-Botschafter aus 33 Ländern hatten im Rahmen Ihrer Diskussionen um eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft auf dem Gipfel im August in Australien diese Erklärung entwickelt.

Bei einer Veranstaltung, zu der Matthew Worrell, Minister Counsellor of Australia, eingeladen hatte, präsentierten beide Abgesandte eine detaillierte Agenda, in der die Ergebnisse des Youth Ag-Summits zusammengefasst wurden. Auf dem diesjährigen Jugend-Agrargipfel ging es um die Frage: „How to feed a hungry Planet“ – wie kann die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sichergestellt werden?

„Heute ist Welternährungstag. Er erinnert uns daran, dass es immer noch rund 800 Millionen Menschen auf unserem Planeten gibt, die nicht genug zu essen haben. Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind darauf ausgerichtet, den Hunger auf der Welt zu beenden, die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen und die Ernährung zu verbessern. Dies soll im Rahmen eines ihrer Kernziele bis 2030 durch die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft erfolgen“, erklärte Liam Condon, Vorstandsvorsitzender von Bayer CropScience.

Die Herausforderungen hinter dieser Zielsetzung sind vielfältig. Sie reichen von lokalen Infrastruktur- und Lagerkapazitäten, dem Zugang zu hochwertigem Saatgut und Düngemitteln, Kenntnissen über modernen Pflanzenschutz und gute landwirtschaftliche Praxis bis hin zu Schulungen in der Anwendung innovativer Technologien. „Um wirksame Lösungen zu entwickeln, brauchen wir eine umfassende Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie Vertretern der Zivilgesellschaft. Junge Menschen mit Leidenschaft und inspirierenden Ideen besitzen ein immenses Potenzial, um die Gesellschaft und die Industrie dazu zu bewegen, die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen“, unterstrich Liam Condon.

Die „Canberra Youth Ag-Declaration“ enthält fünf wichtige dringliche Themen und soll zu einem Wandel in diesem Sektor motivieren:

1. Förderung von Bildung und Entwicklung von Fähigkeiten: Aufbau einer fairen und offenen Multikanal-Plattform für formelle und informelle Ausbilder in der Landwirtschaft zur Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten durch Fort- und Weiterbildung

2. Kommunikation des Wertes einer beruflichen Laufbahn in der Landwirtschaft und der Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes: Globale Förderung der Bedeutung der Landwirtschaft sowie Verbesserung der Reputation der Landwirte und der großen Bandbreite an Möglichkeiten in diesem Sektor

3. Förderung von sozial verträglichem und verantwortungsvollem Konsum: Befähigung der Verbraucher, die Nachhaltigkeit von Lieferketten direkt zu verbessern – durch die Entwicklung von Informationsplattformen und -ressourcen, die den verantwortungsbewussten Einsatz derzeitiger Ressourcen fördern und den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben

4. Innovation für nachhaltige Intensivierung und neue Produktionssysteme: Aufbau eines weltweiten Netzwerks, das junge Innovatoren und die Landwirtschaft zusammenbringt, um Kenntnisse, den Informationsaustausch und die Finanzierung von Lösungen zu fördern

5. Förderung persönlicher und organisatorischer Führung: Steigerung des Einflusses und der Führungsqualitäten von Jugendlichen durch Mitgliedschaft in entsprechenden landwirtschaftlichen Jugendorganisationen, um Jugendliche bei der Entwicklung von Visionen mit Erfahrungsaustausch und Mentoring zu unterstützen

Austausch von Gedanken und Meinungen

Die wichtigste Veranstaltung für die beiden Abgesandten Laura Grubb und Samba Ouma Zablon war eine Begleitveranstaltung, die gemeinsam von Future Farmers Network und Bayer ausgerichtet wurde. Sie stand unter dem Motto „Empowering youth to pursue a career in agriculture: A private-public approach“ (Werbung für Berufsperspektiven in der Landwirtschaft: ein privat-öffentlicher Ansatz). Zu dieser Podiumsdiskussion, die vom Private Sector Mechanism (PSM) organisiert wurde, hatte Matthew Worrell, Minister Counsellor of Australia, eingeladen. An ihr nahmen neben Vertretern von Bayer auch die Leiterin der kanadischen Jugendagrarorganisation 4-H, Shannon Benner, teil. „Wir sehen, dass junge Menschen weltweit eine wichtige Funktion in der Gestaltung der Zukunft der Landwirtschaft und bei der Bewältigung ihrer Anforderungen übernehmen möchten. Deswegen sind strategische Partnerschaften zwischen Nichtregierungsorganisationen sowie öffentlichen und privaten Einrichtungen enorm wichtig, damit ein Bewusstsein für die Entwicklung von Talenten in der Landwirtschaft entsteht“, sagte Shannon Benner.

Darüber hinaus hatten Laura Grubb und Samba Ouma Zablon viele andere Gelegenheiten zur Vermittlung ihrer Botschaft auf der CFS-Konferenz. Zu den Höhepunkten gehörten ein Gespräch mit der Vorsitzenden des UN-Ausschusses für Welternährungssicherheit Gerda Verburg, eine Rede während einer Plenumsveranstaltung zur Entwicklung von Talenten und Fähigkeiten von Jugendlichen sowie die Teilnahme an einer Veranstaltung über die Förderung der Rolle von Frauen in der Landwirtschaft.

Neue Sichtweisen und Ideen im Gepäck

Samba Ouma Zablon, Student im Bereich Handelswissenschaften aus Kenia, fasst zusammen: „Es macht mich unglaublich stolz, hier bei den Vereinten Nationen die Entwicklungsländer zu vertreten – vor allem, dass ich die Deklaration präsentieren durfte. Sie gibt einen sinnvollen Rahmen und Empfehlungen, um junge Menschen zu fördern und zu vernetzen, damit sie größtmögliche Wirkung im Kampf für eine weltweite Ernährungssicherheit erzielen können. Diese Erklärung wurde von jungen Menschen für junge Menschen entwickelt und wird jetzt hoffentlich an noch mehr junge Menschen verbreitet. Meinen persönlicher Einsatz werde ich weiter an den Bedürfnisse meiner unmittelbaren Umgebung ausrichten. Hier kann ich am meisten bewegen.“

Laura Grubb, australische Studentin der Tierwissenschaften, war schon immer in der Landwirtschaft aktiv, vor allem im Bereich nachhaltiger Tierhaltung. Von dieser einmaligen Erfahrung in Rom profitieren zu dürfen, war für sie etwas ganz Besonderes: „Abgesehen davon, dass ich noch nie in Europa war, ist es eine umwerfende und bewegende Erfahrung, an einer UN-Konferenz teilnehmen zu können! So konnte ich Einblick in ein globales System gewinnen, das einen so großen Einfluss auf verschiedenste Gemeinschaften und Bereiche der Welt hat. Ich habe so viele inspirierende Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kulturen kennengelernt und werde ganz sicher viele neue Ideen zu Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit mit nach Hause nehmen. Ich kann es kaum erwarten, all den anderen Abgesandten des Youth Ag-Summit und meinen Freunden und Bekannten davon zu berichten!“


Mehr über den Youth Ag-Summit und die Deklaration erfahren Sie unter:
www.youthagsummit.com
www.youthagsummit.com/declaration/

Video zum Jugend-Agrargipfel 2015:
https://youtu.be/x80drZfz8y8

Reden Sie mit auf den Social-Media-Kanälen des Youth Ag-Summits:
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Über den Youth Ag-Summit (Jugend-Agrargipfel)
Der Youth Ag-Summit ist eine globale Jugendkonferenz, auf der junge Menschen neue Impulse für die Landwirtschaft und angrenzende Bereiche erhalten sollen und sich vernetzen können. Auf dem Gipfel 2015 im australischen Canberra trafen sich 100 junge Vordenker im Alter von 18 bis 25 Jahren aus 33 Ländern zum Ideenaustausch und offenen Dialog über eine der größten Herausforderungen unserer Welt: Wie gewährleisten wir die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung? Zu den Ergebnissen des Gipfels zählten die maßnahmenbasierte „Canberra Youth-Ag Declaration“ sowie persönliche Verpflichtungen, die als „3 kleine Dinge“ festgehalten wurden. Der Youth Ag-Summit ist Teil des Agricultural Education Programms von Bayer CropScience und will für Fragen der Ernährung und landwirtschaftlichen Produktion rund um den Globus sensibilisieren. Mehr über den Jugend-Agrargipfel finden Sie im Internet unter www.youthagsummit.com.

Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Bayer CropScience verantwortet als Teilkonzern der Bayer AG das Agrargeschäft und zählt mit einem Umsatz von 9,494 Milliarden Euro im Jahr 2014 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine herausragende Produktpalette mit hochwertigem Saatgut, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf chemischer und biologischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Im Bereich der nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen verfügt Bayer CropScience über ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt 23.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten. Weitere Nachrichten zum Unternehmen unter: www.presse.bayercropscience.com

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Website www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG