Donnerstag - 18. September 2014

Bundesumweltministerium fördert Pilotanlage am Standort Uerdingen:

Innovatives Verfahren schützt Ressourcen

Salz aus der Polycarbonat-Produktion lässt sich erneut verwenden
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Damit ist es offiziell: Staatssekretär Jochen Flasbarth (links) aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit überreicht den Zuwendungsbescheid für das innovative Salz-Recyclingverfahren an Dr. Markus Steilemann, den Leiter des Geschäftsbereichs Polycarbonate bei Bayer MaterialScience.

Krefeld-Uerdingen, 18. September 2014 – Mit 738.000 Euro fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein innovatives Verfahren von Bayer MaterialScience, mit dessen Hilfe Prozessabwässer wiederverwendet werden können. Den Zuwendungsbescheid überreichte Staatssekretär Jochen Flasbarth am Mittwoch bei einem Besuch des Standorts Krefeld-Uerdingen. Dabei würdigte er insbesondere, dass es Bayer mit diesem Verfahren gelungen sei, Salz aus Prozessabwässern für weitere Produktionsschritte als Rohstoff zu nutzen. Dies sei, so Flasbarth, „ein hervorragendes Beispiel für die Umsetzung des Kreislaufgedankens in der Industrie“.

Konkret entsteht am Standort Uerdingen eine industrielle Pilotanlage zur Kreislaufführung natriumchloridhaltiger Prozessabwässer. Durch innovative Aufbereitungsschritte ist es dem Unternehmen gelungen, salzhaltige Abwässer so weit zu reinigen, dass das gewonnene Natriumchlorid etwa in der Elektrolyse zur Produktion von Chlor wiederverwertet werden kann. Bislang scheiterten entsprechende Versuche stets an der unzureichenden Reinheit des Salzes.

Bei der geplanten Anlage wird das vorgereinigte Abwasser, das bei der Produktion von Polycarbonat entsteht, durch mehrere Verfahrensstufen behandelt. Das gereinigte Prozesswasser kann anschließend erneut in der Elektrolyse eingesetzt werden. Auf diese Art und Weise werden sowohl Natriumchlorid als auch vollständig entsalztes Wasser eingespart. Gleichzeitig fallen in entsprechendem Umfang weniger Abwässer an.
Dr. Markus Steilemann, Leiter der Business Unit Polycarbonates bei Bayer MaterialScience, hob in seiner Dankesrede hervor, dass Bayer mit der geplanten Pilotanlage „wichtige Schrittmacher-Dienste in Sachen Umweltschutz leisten“ werde. Die Förderung durch das Bundesumweltministerium bestätige nachdrücklich das Engagement des Unternehmens, „durch neue Ideen zum Klima- und Ressourcenschutz beizutragen“. Insofern betrachte Bayer die finanzielle Unterstützung des Projekts als Verpflichtung, in seinen Bemühungen nicht nachzulassen.

Bereits in der Vergangenheit hat Bayer MaterialScience die Produktion des in der chemischen Industrie zentralen Rohstoffs Chlor erheblich nachhaltiger gestaltet. So produziert das Unternehmen Chlor weltweit mithilfe des energiesparenden Membranverfahrens. Darüber hinaus hat Bayer mit der Sauerstoffverzehrkathode eine Technik entwickelt, die bei der Chlorproduktion den Energieaufwand im Vergleich zum Membranverfahren um bis zu 30 Prozent senkt. Dieses Verfahren, das Bayer bereits am Standort Krefeld-Uerdingen einsetzt, wird weltweit vermarktet.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2013 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit. Dort können Sie auch Bildmaterial herunterladen. Bitte beachten Sie die Quellenangabe.


Mehr Informationen finden Sie unter www.materialscience.bayer.com.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG