Donnerstag - 18. Februar 2016

Förderung junger Wissenschaftler im Bereich der Hämophilie:

Hans-Egli-Forschungsstipendium 2016 verliehen

Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. vergibt die mit 30.000 Euro dotierte und von Bayer gesponsorte Förderung an Dr. Kerstin Brettschneider vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main / Bewerbungsfrist für das nächste Forschungsstipendium läuft bis zum 30.11.2016
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Das Hans-Egli-Forschungsstipendium ist an Dr. Kerstin Brettschneider verliehen worden (v.r.n.l.): Prof. Dr. Beate Kehrel; Kongresspräsidentin der 60. GTH-Jahrestagung; Kornelia Franken-Hiep; Marketingleiterin Hämatologie bei der Bayer Vital GmbH; Dr. Kerstin Brettschneider; Gewinnerin des HES; Prof. Gili Kenet; frühere Präsidentin der Israeli STH; Prof. Dr. Kemkes-Matthes; Vorsitzende der GTH; Prof. Dr. Ulrike Nowak-Göttl; Kongresspräsidentin der 60.GTH-Jahrestagung

Leverkusen, 18. Februar 2016 – Das von Bayer gesponserte Hans-Egli-Forschungsstipendium ist zum fünften Mal von der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) auf ihrer 60. Jahrestagung in Münster vergeben worden. Die Förderung in Höhe von 30.000 Euro ging an Dr. Kerstin Brettschneider vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Sie erhält das Stipendium für ihr Forschungsprojekt „Entwicklung von scFv-Fusionsproteinen zur selektiven Eliminierung FVIII-spezifischer B-Zellen“.

Mit dem von Bayer gesponserten Hans-Egli-Forschungsstipendium sollen speziell die Aktivitäten junger Wissenschaftler/Innen auf dem Gebiet der Hämophilie im deutschsprachigen Raum gefördert werden. Kornelia Franken-Hiep, Marketingleiterin Hämatologie bei Bayer, sagte bei der Preisverleihung: „Mit dem von uns unterstützten Hans-Egli-Forschungsstipendium werden seit 2012 jährlich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit wegweisenden Forschungsideen im Bereich der angeborenen Blutungserkrankungen beschäftigen, gefördert. Mit der Unterstützung dieses Stipendiums wollen wir dazu beitragen, auch in Zukunft die Forschung auf diesem Gebiet gezielt voranzutreiben“.

Bewerbungsfrist bis zum 30.11.2016
Wissenschaftler/Innen bis zu einem Alter von 40 Jahren sind aufgerufen, sich um das Hans-Egli-Forschungsstipendium 2017 zu bewerben. Für Bewerber mit Kindern erhöht sich die Altersgrenze um zwei Jahre pro Kind. Der Einsendeschluss ist am 30.11.2016. Gefördert wird ein Forschungsprojekt mit einem der folgenden Schwerpunkte:
• Diagnostische Forschung zu Hämophilie A und B sowie anderen angeborenen Blutungserkrankungen
• Erforschung und Bewertung neuer Therapiemöglichkeiten
• Erforschung der Inhibitorentwicklung und -therapie
• Forschung zu Einflüssen des Älterwerdens bei betroffenen Patienten, insbesondere bei Hämophilen
• Untersuchungen zu Einflüssen von Komorbiditäten bei Patienten mit angeborenen Blutungserkrankungen
• Untersuchungen zu gesundheitsökonomischen Aspekten des Krankheitsbildes

Bewerbungen können in elektronischer Form an den Leiter der GTH-Geschäftsstelle, Prof. Dr. Andreas Tiede, unter der E-Mail-Adresse: mail@gth-online.org eingereicht werden.

Über Prof. Dr. med. Hans Egli
Hans Egli (1922-2007) zählt zu den Pionieren der Hämostaseologie in Deutschland. Das Wirken von Hans Egli beeinflusste ganz entscheidend die Möglichkeiten der Behandlung von Patienten mit angeborenen Blutungserkrankungen. Insbesondere die Einführung der Heimselbstbehandlung in Deutschland Anfang der siebziger Jahre hat er maßgeblich vorangetrieben. Damit eröffnete er den Patienten völlig neue Perspektiven für ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. Hans Egli war unter anderem Gründungsdirektor des jetzigen Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Universität Bonn und Gründungsmitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Blutgerinnungsforschung (DAB), aus der 1982 die GTH hervorging. Besondere Verdienste hat sich Hans Egli in der Förderung und Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern im Bereich der Hämostaseologie und Transfusionsmedizin erworben.

Über die GTH
Die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) ist ein gemeinnütziger Verein im Sinne einer interdisziplinären, wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaft und dient ausschließlich den Zwecken der Wissenschaft und Weiterbildung. Ziele der GTH sind unter anderem
• die Förderung und Unterstützung wissenschaftlicher Forschung auf den Gebieten Thrombose, Hämostase, vaskuläre Medizin und Biologie,
• die Vereinigung von Forschern aus dem deutschsprachigen Raum zur Förderung und Unterstützung interdisziplinärer Forschung und Zusammenarbeit auf diesen Gebieten,
• die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf ihrem Fachgebiet sowie
• die Verbreitung des Wissens in dem Fachgebiet Thrombose- und Hämostaseforschung in der interessierten Öffentlichkeit.
Mit nationalen und internationalen Fachgesellschaften unterhält die GTH enge Kooperationen. Auf den Jahrestagungen der Gesellschaft werden aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert. Weitere Informationen finden Sie unter www.gth-online.org.

Über Hämophilie A
Hämophilie A, umgangssprachlich auch „Bluterkrankheit“ genannt, ist eine genetische Erkrankung. Durch einen Mangel oder einen Defekt des Gerinnungsfaktors VIII (FVIII) ist die Blutgerinnung gestört. Bei den Betroffenen kommt es daher immer wieder zu Blutungen in Muskeln, Gelenken oder anderen Geweben, die zu Langzeitschäden führen können. Äußere Verletzungen, auch wenn sie trivial sind, können schwerwiegende Folgen haben, da das Blut langsamer gerinnt als bei Gesunden. Das Gen für FVIII liegt auf dem X-Chromosom. Daher leiden in erster Linie Jungen und Männer an Hämophilie A. Frauen sind Konduktorinnen der Krankheit und können sie an ihre Söhne weitergeben. Selbst leiden Frauen selten an den Symptomen der Hämophilie.

Neben Hämophilie A gibt es noch die Hämophilie B, bei der der Blutgerinnungsfaktor IX betroffen ist. Hämophilie A ist die häufigere Form der Erkrankung. In Deutschland leben rund 10.000 Menschen mit Hämophilie.

Hämophilie ist bis heute nicht heilbar. Die frühzeitige Prophylaxe von Blutungen bei Kindern ist der Therapiestandard in Deutschland. Je früher ein Hämophilie-Patient Faktor-VIII vorbeugend erhält, desto seltener sind Gelenkblutungen, wodurch die Lebensqualität jedes einzelnen Patienten steigt. Hämophilie ist so gut behandel- und beherrschbar, dass die Betroffenen ein nahezu normales Leben führen können.

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte der Konzern mit rund 119.000 Beschäftigten einen Umsatz von 42,2 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,6 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de


Mehr Informationen unter presse.bayer.de


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 9. November 2016 Copyright © Bayer AG