Donnerstag - 3. September 2015

Bayer-Sozialstiftung zeichnet weitere vorbildliche Initiativen aus Köln und Bonn aus

Engagement für mehr gesellschaftliche Integration

Bayer Cares Foundation unterstützt ein Bildungsprojekt und vier Sportangebote für Menschen mit Behinderung mit rund 27.000 Euro / Seit Programmstart 2007 weltweit 449 Projekte mit Fördermitteln in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro ermöglicht
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Thimo Schmitt-Lord von der Bayer-Stiftung (3.v.r.) von der Bayer-Stiftung zeichnete ehrenamtliche Initiativen aus Köln und Bonn für ihr innovatives Engagement zur sozialen Integration aus.

Köln, 3. September 2015 – Den Rollstuhl als vielseitiges Sportgerät erleben, Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Milieus schaffen und eine inklusive Fahrradtour – mit diesen Inhalten beschäftigen sich drei Kölner Projekte, welche die Bayer Cares Foundation neu in ihr Förderprogramm aufgenommen hat. Mit einer Fördersumme von 26.876 Euro unterstützt die Bayer-Sozialstiftung insgesamt fünf Projekte aus Köln und Bonn, in denen sich Bürger für die bessere Lebensqualität ihrer Mitmenschen einsetzen. Vier der Maßnahmen sind dabei im Bereich Behindertensport angesiedelt, einem inhaltlichen Sonderschwerpunkt der Bayer Cares Foundation, den sie im Namen der Herbert-Grünewald-Stiftung verwaltet.

Auch Thimo V. Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftungen, nahm an der symbolischen Spendenübergabe in den Räumlichkeiten des Kölner Familientreffs „Klamöttchen“ teil. „In den heute ausgezeichneten Projekten wird das Verständnis zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gestärkt. Menschen mit und ohne Behinderung und Menschen aus bildungsfernen und bildungsprivilegierten Schichten begegnen sich und teilen Erlebnisse miteinander“, sagte Schmitt-Lord. „Damit wird gezielt zur Verbesserung der lokalen Lebensverhältnisse beigetragen.“

Familientreff Klamöttchen Köln: Infrastruktur für Bildungs-, Begegnungs- und Beratungsstätte

Im Kölner Stadtteil Höhenhaus wohnen überdurchschnittlich viele Familien. Im Familientreff „Klamöttchen“ finden sie ein buntes Angebot an gut erhaltenen Kinder-Second-Hand-Artikeln. Dort leisten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alltagspraktische Unterstützung und verkaufen preiswert Artikel wie Bekleidungsstücke, Spielzeug und Bücher. Da nicht wenige Höhenhauser Familien finanzielle Engpässe haben, stellt das Second-Hand-Angebot eine hohe Bedeutung für das Gesamtprojekt dar.

Nun haben die Initiatoren ein aufbauendes Angebot ins Leben gerufen: Mit dem Teilprojekt „Bildung, Begegnung, Beratung“ ermöglicht man Familien einen Zugang zu gleichnamigen Bereichen. „Besonders wichtig ist es uns, Begegnungen zwischen den Menschen zu schaffen – auch aus unterschiedlichen Milieus“, sagt Bayer-Mitarbeiter Rüdiger Pohl, der wesentlich in Konzeption und Aufbau des „Klamöttchens“ eingebunden ist. „Dadurch möchten wir den Höhenhauser Familien helfen, Engagement und Selbsthilfe-Potenziale zu entfalten.“ Die Bayer-Stiftung unterstützt das Projekt mit 5.000 Euro, die unter anderem in die Weiterbildung von Ehrenamtlichen zu sogenannten „Lotsen im Sozialraum“ investiert werden.

Deutscher Rollstuhl-Sportverband und Bezirksregierung Köln: Umsetzung des Konzepts „Inklusion und Mobilität – Rollstuhlsport bewegt Schule“

Schüler und Lehrer erleben den Blickwechsel vom Rollstuhl als Stigma hin zum Sportgerät – so lautet ein Ziel der gemeinsamen Initiative des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes und der Bezirksregierung Köln. Dabei setzt man auf die Komponenten authentische Begegnung und Selbsterfahrung: Erwachsene Sportler mit Behinderung besuchen inklusiv arbeitende Regelschulen und geben in Gesprächen Einblicke zu Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen eines Lebens mit Handicap. Von der Theorie geht es in die Praxis: Lehrer und Schüler ohne Behinderung probieren das Rollstuhlfahren und erleben den Rollstuhl als pfiffiges Hilfsmittel und Sportgerät für unterschiedliche Sportarten.

„Dadurch werden sie spielerisch an das Thema `Sport mit Behinderung´ herangeführt“, sagt Ute Herzog, Beraterin für Inklusion und Schulsport der Bezirksregierung Köln. „Unser Projekt beschert allen Schülern gemeinsame freudvolle Bewegungserlebnisse. Das zieht viele positive Folgen nach sich: Gehandicapte Schüler werden in ihrer Selbstkompetenz gestärkt, zwischen Kindern mit und ohne Behinderung werden Vorurteile abgebaut und eine Haltung für Inklusion wird aufgebaut – am konkreten Beispiel des Lebens mit Rollstuhl.“ Langfristig soll durch die Initiative die Zusammenarbeit von Schulen mit Sportvereinen gestärkt und ein Netzwerk gebildet werden. Die Grünewald-Stiftung ermöglicht das Projekt mit 12.000 Euro.

HOCH-HINAUS Köln: Therapeutisches Klettern für mehr gesellschaftliche Teilhabe

HOCH-HINAUS bietet als erster Verein Nordrhein-Westfalens therapeutisches Klettern für Menschen mit psychisch-seelischen Beeinträchtigungen an. Eine Besonderheit der Organisation ist die intensive Zusammenarbeit von verschiedenen Experten: Ergo- und Physiotherapeuten, Sonder- und Heilpädagogen sowie Sozialarbeiter kooperieren, um den Klettersport als Baustein in der therapeutisch-präventiven Versorgung zu fördern. „Damit möchten wir die gesellschaftliche Teilhabe, Inklusion von Menschen mit verschiedenen Funktionseinschränkungen stärken“, sagt Katharina Prünte, Vorstandsmitglied des Vereins. Besonders Kinder profitieren vom Angebot des therapeutischen Kletterns, das motorisches, sozio-emotionales, entwicklungs- und gesundheitsförderndes Potential vereint. Rund 120 Mädchen und Jungen mit AD(H)S, der Autismus-Spektrum-Störung und anderen psychisch-sozialen Beeinträchtigungen nehmen wöchentlich in Kölner und Bonner Kletterhallen am ergotherapeutischen Klettern teil. Die Herbert-Grünewald-Stiftung fördert den Verein erneut; dieses Mal mit 2.450 Euro, die für die Ausrichtung eines Familien-Klettertags und eine interne Fortbildungen investiert werden.

LVR-Schule Belvedere Köln: Fairplay-Smart-Tour – Inklusive Fahrradtour

An der Müngersdorfer Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung erhalten rund 240 Schüler ein außergewöhnliches Sportangebot: Neben dem regulären Sportunterricht gibt es Angebote für Reittherapie, Skilaufen oder Physiotherapie. In diesem Jahr kommt mit einer inklusiven Fahrradtour, an der Kinder mit und ohne Handicap teilnehmen, ein weiteres Angebot dazu. Insgesamt 70 Schüler aus acht Kölner Förder- und Regelschulen werden über drei Tage gemeinsam von Köln ins rheinland-pfälzische Jünkerath fahren. „Fairplay im Umgang mit sich und dem Nächsten – das ist unser Anliegen“, sagt Ralph Mertens, Vorsitzender der Fachkonferenz Sport an der Schule. „Wir möchten das Ziel eines grenzenlosen Miteinanders von Kindern mit Behinderung und Regelschülern mit Leben füllen. Mit der Tour handeln wir auch ganz im Sinne der derzeitigen Inklusionsbestrebungen in der Schullandschaft.“ Abgerundet wird die Fahrt mit einem vielseitigen sportlichen Rahmenprogramm, welches das gegenseitige Verständnis und Aufeinander einlassen fördern soll. Die Grünewald-Stiftung ermöglicht die Tour mit rund 5.500 Euro.

Verein für Behindertensport Bonn/Rhein-Sieg: Angebot für neurologisch Erkrankte

Allen Bonner Bürgern mindestens ein wohnortnahes und ambulantes Rehabilitations- oder Präventionsprogramm anzubieten – so lautet das Ziel des Vereins für Behindertensport Bonn/ Rhein-Sieg. Wöchentlich werden daher rund 150 Reha- und etwa 30 Präventionsgruppen durchgeführt, in denen viele Sportarten als Trocken- und Wassergymnastik betrieben werden. „Inklusion, Qualität, Solidarität – das ist der Anspruch bei unseren Angeboten für Mitbürger aus allen Bevölkerungsschichten“, sagt Frank Larsen, stellvertretender Vorsitzender der Organisation. „Menschen mit Behinderung und solche, die davon bedroht sind, möchten wir helfen, möglichst dauerhaft in die Gesellschaft und das Arbeitsleben integriert zu werden.“ Mit einer neuen Trocken-Gymnastikgruppe macht der Verein speziell neurologisch Erkrankten ein Bewegungsangebot. Die Grünewald-Stiftung unterstützt das Projekt mit rund 2.000 Euro, für die unter anderem Gymnastikmatten und -bänder angeschafft werden.

Bayer Cares Foundation
Als Sozialstiftung des Innovations-Unternehmens Bayer begreift sich die Bayer Cares Foundation in besonderer Weise als Impulsgeber, Förderer und Partner für Innovationen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und dem Sozialsektor. Im Mittelpunkt der Förderprogramme steht der Mensch – sein Engagement für das Allgemeinwohl, sein Ideenreichtum bei der Lösung sozialer Aufgaben, aber auch seine Bedürftigkeit in Notsituationen. Die Fördertätigkeit der Stiftung ist ein zentraler Bestandteil des weltweiten gesellschaftlichen Engagements von Bayer, das jährlich rund 50 Millionen Euro beträgt – mit Schwerpunkten auf der Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und Spitzenforschung, der Gesundheitsversorgung und der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse der Menschen im Umfeld der Unternehmensstandorte.

Unter dem Motto „Inklusion durch Sport“ unterstützt die Bayer Cares Foundation speziell Projekte, in denen sich Bürger für eine bessere Lebensqualität von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung einsetzen. Für diesen Sonderschwerpunkt verwaltet sie auch die Fördergelder im Namen der Herbert-Grünewald-Stiftung.

Die Bayer-Stiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 2007 bereits 449 gemeinnützige Bürgerprojekte im Umfeld der nationalen und internationalen Unternehmensstandorte mit rund 1,7 Millionen Euro ermöglicht. In vielen dieser Initiativen sind Mitarbeiter und Pensionäre des Bayer-Konzerns engagiert. Im Raum Köln wurden insgesamt 33 Projekte mit über 103.000 Euro unterstützt.

Mehr Informationen zur Bayer Cares Foundation finden Sie unter: www.bayer-stiftungen.de

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG