Montag - 27. Oktober 2014

Am 14. November ist Weltdiabetestag:

Diagnose Diabetes mellitus wird oft verschwiegen

Viele Menschen mit Diabetes in Deutschland verheimlichen ihre Stoffwechselstörung aus Angst vor Vorurteilen / Studien belegen: Familiärer Rückhalt erleichtert das Diabetes-Management und verbessert die Blutzuckerkontrolle
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Für viele Menschen ist es nicht selbstverständlich, sich zu ihrem Diabetes zu bekennen. Ein Grund dafür ist häufig die Angst vor Vorurteilen.

Leverkusen, 27. Oktober 2014 – „Mir war klar, da ist was komisch“, erzählt Nadine L. über den Moment, als sie feststellte, dass sich bei ihrer Mama etwas verändert hatte, „Meine Mutter besuchte mich Ende 2013 über ein Wochenende in Berlin und verschwand ungewöhnlich oft auf der Toilette.“ Eine Erklärung bekam Nadine erst, als ihre Schwester im Vertrauen erzählte, sie habe die Mutter beim Blutzuckermessen beobachtet. „Ab diesem Zeitpunkt ergab ihr seltsames Verhalten einen Sinn. Ich gehe nun davon aus, dass sie zum heimlichen Blutzuckermessen auf der Toilette verschwand.“ Dass ihre Tochter Nadine von der Diagnose erfahren hat, weiß die Mutter bis heute nicht.

Sprachlos mit Diabetes
In Deutschland leben derzeit ca. sechs Millionen Menschen mit Diabetes mellitus.(1) Viele Betroffene verschweigen diesen jedoch.(1) Die Angst vor Vorhaltungen, Vorurteilen und Folgeerkrankungen hält viele davon ab, Freunden, Kollegen oder sogar der Familie von ihrer Stoffwechselstörung zu erzählen – auch die Mutter verschweigt ihre Diagnose nach wie vor gegenüber ihrer Familie und Freunden: „Meine Mutter spricht nicht über ihren Diabetes. Dies hat sicherlich mehrere Gründe. Unter anderem macht es das Schweigen einfacher, Ängsten und einem gewissen Handlungszwang, wie einer Ernährungsumstellung aus dem Weg zu gehen“, berichtet die Berlinerin. „Die Themen Gewichtsreduktion und gesunde Ernährung kamen in den letzten Jahren gegenüber meiner Mutter oft zur Sprache – daher gehe ich davon aus, dass sie die Diagnose auch als eine Art Scheitern ansieht und sich dafür schämt.“ Dabei kann das Stillschweigen gegenüber der Familie oder Freunden zu einem Teufelskreis führen, denn die Unterstützung durch das direkte Umfeld ist ein wichtiges Element der Diabetestherapie.(2) Zudem können sich nahestehende Personen nicht auf die neue Situation einstellen.

Familiäre Unterstützung erleichtert Diabetes-Management
Menschen mit Diabetes fällt das Diabetes-Management nachweislich leichter, wenn sie durch ihre Familie unterstützt werden. Angehörige motivieren und unterstützen bei der Einhaltung von Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen, bei der Blutzuckermessung sowie Medikamenteneinnahme. Im Vergleich fällt es Menschen mit Diabetes ohne die Unterstützung durch das soziale Umfeld schwerer, ihren Lebensstil zu ändern und die Therapieempfehlungen umzusetzen – dies zeigt sich unter anderem in einer schlechteren Blutzuckerkontrolle.(2) Aus diesem Grund sollten Angehörige von Menschen mit Diabetes aktiv in die Therapie mit einbezogen werden.(3)

Qualitativ hochwertige Blutzuckermesssysteme wie Contour® XT, Contour Next USB, Contour Next und Contour Next Link von Bayer, können eine gute Blutzuckereinstellung ebenfalls unterstützen: Sie erfüllen die Anforderungen an die Messgenauigkeit der neuen ISO-Norm 15197:2013 zu 100 Prozent.(4) Diese definiert seit Mai 2013 neue und strengere Standards an die Messgenauigkeit von Blutzuckermesssystemen. Zudem sind die Contour Next Systeme besonders einfach in der Handhabung, das gibt zusätzlich Sicherheit für Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen.

Einen offenen Umgang mit Diabetes wünscht sich auch Nadine L.: „Ich bin natürlich besorgt und auch etwas unsicher im Umgang mit dieser Situation“, erzählt sie, „Ich respektiere die Entscheidung meiner Mutter zu schweigen. Wenn aber einmal der richtige Moment kommt, werde ich das Schweigen brechen – eigentlich will ich sie nur fragen, wie es ihr damit geht.“

Mehr Informationen zur Blutzuckerselbstkontrolle erhalten Sie im Internet unter www.diabetes.bayer.de.

Über Bayer HealthCare Deutschland
Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

www.gesundheit.bayer.de
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Quellen:
(1) diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2014. http://www.diabetesde.org/fileadmin/users/Patientenseite/PDFs_und_TEXTE/Infomaterial/Gesundheitsbericht_2014_kl.pdf.
(2) Mayberry LS., Osborn CY. Family Support, Medication Adherence, and Glycemic Control among Adults with Type 2 Diabetes. Diabetes Care 2012, 35(6):1239-1245.
(3) Grant RW., Schmittdiel JA. Qualitative study-other: Adults with diabetes who perceive family members’ behaviour as unsupportive are less adherent to their medication regimen. Evid Based Nurs 2013;16(1):15-16.
(4) Freckmann G. et al. System accuracy evaluation of four blood glucose monitoring systems following ISO 15197:2003 and ISO 15197:2013 limits. FREC13138D – Poster Session; Nov. 1st 2013; Diabetes Techonology Meeting 2013, San Fransisco, CA, USA, October 31st – November 2nd 2013.

Eine Infografik zum Thema finden Sie zum Download hier: Infografik.pdf

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Letzte Änderung: 11. Januar 2016 Copyright © Bayer AG