Mittwoch - 22. Oktober 2014

Dexpanthenol beschleunigt die Heilung laserinduzierter Wunden

Ein neues, standardisiertes Wundheilungsmodell zeigt, wie Bepanthen® Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol die Wundheilung auf mehreren Ebenen unterstützt
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Mithilfe eines CO2-Lasers können Wissenschaftler standardisierte Wunden auf dem humanen Hautäquivalent erzeugen.

Frankfurt, 22. Oktober 2014 – Mit einem CO2-Laser lassen sich in einem 3D-Hautmodell standardisierte Wunden erzeugen. In diesem reproduzierbaren Wundheilungsmodell konnte der positive Einfluss von Dexpanthenol auf die Wundheilung bestätigt werden. Die Ergebnisse einer entsprechenden Studie wurden kürzlich beim 23. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) in Amsterdam vorgestellt(1).

„Die CO2-Laserbehandlung ist eine effiziente und standardisierte Methode zur Herstellung eines epidermalen Wundheilungsmodells in humanen Hautäquivalenten“, erläuterte Professor Dr. Jens Malte Baron, leitender Oberarzt an der Hautklinik der Uniklinik RWTH Aachen, anlässlich einer Pressekonferenz in Frankfurt.

Eine solche standardisierte Verletzung am mehrschichtigen humanen Hautmodell ermöglicht die Untersuchung des Effekts von topischen Wirkstoffen auf die Wundheilung. Ohne Zugabe von Wirkstoffen ist die Basalmembranzone nach fünf Tagen wiederhergestellt, die Dermis hat sich nahezu erholt. Nach sieben Tagen ist ähnlich wie beim gesunden Menschen eine vollständige Reepithelisierung der laserinduzierten Wunde im 3D-Hautmodell zu beobachten.

Dexpanthenol fördert die Wundheilung
Verschiedene Bepanthen®-Zubereitungen mit fünf Prozent Dexpanthenol, über drei Tage hinweg angewendet, beschleunigten die Wundheilung in diesem Modell deutlich gegenüber unbehandelten oder nur mit Vaseline behandelten Kontrollen. Das zeigte die histologische Untersuchung mit Hilfe der Licht- und Immunfluoreszenzmikroskopie.

Dass der die Heilung beschleunigende Effekt auf den Wirkstoff Dexpanthenol zurückzuführen ist, zeigt die schnellere Wundheilung bei Kultivierung des Laser-Wundheilungsmodells in einem Medium mit oder ohne Zusatz von Kalziumpantothenat, einem Salz der Pantothensäure. Bereits nach drei Tagen war der Wundverschluss in Anwesenheit von Kalziumpantothenat weiter fortgeschritten. „Nach fünf Tagen war die laserinduzierte Wunde fast vollständig reepithelisiert, während sich in der Kontrolle immer noch eine offene Wunde zeigte“, berichtete Professor Baron.

Modulation der Genaktivität nachweisbar
Die stimulierenden Effekte von Dexpanthenol auf die Wundheilung belegt nicht nur die histologische Untersuchung. Auch auf der Ebene der Genexpression ließen sich bei Kultivierung der Wundmodelle in Medien mit Kalziumpantothenat modulierende Effekte auf Gene nachweisen, die für die Wundheilung relevant sind. Diese Ergebnisse korrelieren gut mit den Genregulationsdaten aus vorangegangenen in-vivo-Studien(2,3).

„Mit dem Wundheilungsmodell können wir relativ einfach zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Wundheilung die Aktivität verschiedener Gene bestimmen“, betonte Professor Baron. „Das ermöglicht die Erforschung von Biomarkern für die Wundheilung und den Vergleich der Wirksamkeit verschiedener Substanzen oder auch die Untersuchung des Effekts unterschiedlicher Laserbehandlungen.“

Ergebnisse haben praktische Konsequenz
Aber nicht nur für den Wissenschaftler Baron sind die Ergebnisse der Untersuchungen interessant, sondern auch für den Lasertherapeuten: „Bisher verwendeten viele Anwender nach einer Laserbehandlung entsprechend der Empfehlungen der Gerätehersteller Vaseline zur Nachbehandlung. Nach unseren aktuellen Forschungsergebnissen ermöglicht Bepanthen® Wund- und Heilsalbe aber eine raschere Wundheilung als Vaseline“, erklärte Professor Baron die klinische Relevanz seiner Untersuchungen.

Über das Haut- und Wundheilungsmodell
Zur Herstellung des in Aachen entwickelten 3D-Hautmodells werden aus humaner Haut Keratinozyten und Fibroblasten isoliert und auf ein speziell vorbereitetes Gerüst aus Hyaluronsäure oder Kollagen ausgesät. Unter definierten Kulturbedingungen entsteht so ein humanes Hautmodell analog der menschlichen Haut mit Strukturen der Epidermis, Dermis, Basalmembran und Stratum corneum (Hornschicht).

Stanzbiopsie und Elektrokauter verursachen in diesem 3D-Wundheilungsmodell unregelmäßige, nicht standardisierte Wunden. Mit einem fraktionierten Ultrapuls-CO2-Laser können mittels eines Scanners dagegen bei gleicher Strahlungsintensität und Position des Lasers zum Hautäquivalent klar definierte Verletzungen von Epidermis und oberer Dermis erzeugt werden.

Über Dexpanthenol
Dexpanthenol ist der stabile Alkohol der Pantothensäure, einer Komponente des Coenzyms A. Dieses Coenzym ist essenziell zur Aufrechterhaltung einer normalen epithelialen Funktion und Homöostase. Dexpanthenol dringt gut in die Haut ein(4), hilft bei der Stabilisierung der Hautbarrierefunktion(5,6), schützt vor Hautirritationen(7), stimuliert die Hautregeneration(8) und unterstützt die Wundheilung(9).

Dexpanthenol ist in fünfprozentiger Konzentration in Bepanthen® Wund- und Heilsalbe sowie Bepanthen® Nasen- und Augensalbe enthalten, die für die Untersuchungen am standardisierten laserinduzierten Wundheilungsmodell verwendet wurden.

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Quellen:
1) Skazik C, Marquardt Y, Heise R et al. Dexpanthenol modulates wound healing in human 3D skin equivalents after non-sequential fractional ultrapulsed CO2 laser treatment EADV 2014, Poster P1902.
2) Heise R, Skazik C, Marquardt Y et al. Dexpanthenol Modulates Gene Expression in Skin Wound Healing in vivo. Skin Pharmacol Physiol 2012;25:241-248.
3) Wiederholt T, Heise R, Skazik C et al: Calcium pantothenate modulates gene expression in proliferating human dermal fibroblasts. Exp Dermatol 2008;18(11):969-78.
4) Ebner F, Heller A, Rippke F et al. Topical use of dexpanthenol in skin disorders. Am J Clin Dermatol 2002;3:427-433.
5) Gehring W, Gloor M. Effect of topically applied dexpanthenol on epidermal barrier function and stratum corneum hydration. Results of a human in vivo study. Arzneimittelforschung 2000;50:659-663.
6) Camargo FB Jr, Gaspar LR, Maia Campos PM. Skin moisturizing effects of panthenol-based formulations. J Cosmet Sci 2011;62:361-370.
7) Biro K, Thaci D, Ochsendorf FR et al. Efficacy of dexpanthenol in skin protection against irritation: a double-blind, placebo-controlled study. Contact Dermatitis 2003;49:80-84.
8) Proksch E, Nissen HP. Dexpanthenol enhances skin barrier repair and reduces inflammation after sodium lauryl sulphate-induced irritation. J Dermatolog Treat 2002;13:173-178.
9) Celebi S, Tepe C, Yelken K et al. Efficacy of dexpanthenol for pediatric post-tonsillectomy pain and wound healing. Ann Otol Rhinol Laryngol 2013;122:464-467.


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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG