Freitag - 27. November 2015

Bayer Wuppertal fördert akademische Bestleistungen

Nobelpreisträger zu Gast in Wuppertal / „Bayer Absolventenpreis Wuppertal 2015“ für beste Masterarbeit in Chemie verliehen
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Prof. Dr. Lambert Koch, Prof. Dr. Michael Tausch, Prof. Dr. Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. Stefan Hell, Oberbürgermeister Andreas Mucke, Prof. Dr. Joachim Mittendorf, Dietmar Bell MdL NRW.

Wuppertal, 27. November 2015 – Beeindruckende „Lichtblicke in die Nanowelt“ gewährte der Nobelpreisträger für Chemie 2014, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Stefan Hell, am 26.11.2015 während eines Vortrages an der Bergischen Universität Wuppertal. Rund 600 Gäste folgten der einzigartigen Einladung im Rahmen des Kolloquiums der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) mit der Unterstützung von Bayer Wuppertal zur Gestaltung des festlichen Rahmens und der Einladung. Hell begeisterte mit der simplen Zusammenfassung: „Dinge sehen, die man vorher einfach nicht sehen konnte“, und versetzte seine Zuhörer im „Internationalen Jahr des Lichts 2015“ in mikroskopische Dimensionen der Optik. Der Nobelpreis wurde ihm gemeinsam mit zwei weiteren Wissenschaftlern für die Entwicklung superauflösender Fluoreszenzmikroskopie zuerkannt. Diese revolutionäre Technik kann die winzigsten Strukturen in lebenden Zellen sichtbar machen und verspricht weiterführende medizinische Erkenntnisse zur Verbesserung des Lebens. Bereits 2011 erhielt Hell von der Bayer-Stiftung für „Wissenschaft & Bildung“ den Familie-Hansen-Preis für seine bis dahin erbrachten Leistungen.

Vor Beginn des Vortrages wurde bereits zum dritten Mal die beste Masterarbeit im Bereich Chemie an der Bergischen Universität Wuppertal mit dem „Bayer Absolventenpreis Wuppertal“ ausgezeichnet. Prof. Dr. Joachim Mittendorf, Abteilungsleiter in der medizinisch-chemischen Forschung von Bayer HealthCare in Wuppertal, überreichte den Preis an M.Sc. Kristina Holzschneider. Die Preisträgerin beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit der Entwicklung von kleinen Bausteinen für die Synthese von so genannten Polyketiden, einer Gruppe von Naturstoffen mit vielfältiger biologischer Funktion und pharmakologischer Wirkung. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 1000 Euro verbunden und wird von Bayer gestiftet. „Wir gratulieren Frau Holzschneider ganz herzlich zu ihrer Leistung und freuen uns, ihr die Auszeichnung zu verleihen“, sagte Professor Mittendorf. „Die Vergabe des Absolventenpreises für die beste Masterarbeit im Fach Chemie unterstreicht die jahrzehntelange gute wissenschaftliche Zusammenarbeit unserer Forschung mit der chemischen Fakultät der Bergischen Universität Wuppertal“.

Im Anschluss konnten Wuppertaler Forscher Ihre Arbeiten und Forschungsergebnisse zum Thema „Licht und Chemie“ bei geselligem „Talk & Expo“ auf Postern präsentieren und standen für Fragen zur Verfügung.

Hintergrund:
Prof. Dr. Stefan Hell hat zusammen mit den beiden Amerikanern Eric Betzig und Howard Hughes den Nobelpreis für Chemie 2014 erhalten. Er bekam ihn für die Entwicklung superauflösender Fluoreszenzmikroskopie.
Prof. Dr. Stefan Hell hat dazu die sogenannte STED-Methode (Stimulated Emission Depletion) entwickelt.
Damit können selbst Objekte wie Viren, Proteine oder Moleküle, die kleiner als 0,2 Mikrometer sind, mit scharfen Konturen unter dem Mikroskop sichtbar gemacht werden.

Dass das geht, hatte davor kaum jemand für möglich gehalten, denn Ernst Abbe hatte 1873 das Auflösungslimit für Lichtmikroskope (0,2 Mikrometer) entdeckt, was erklärte, warum kleinere Objekte unter dem Lichtmikroskop höchstens als kleiner Punkt erkennbar waren. Diese Erkenntnis galt in der Optik bislang als unumstößlich. Hell konnte dies mit seiner Entwicklung der STED-Mikroskopie hinterfragen und erfolgreich weiterentwickeln. Sie gilt auch deswegen als ein wissenschaftshistorischer Meilenstein.

Forscher können mit dieser Mikroskopie jetzt tief in Zellen hineinsehen und sogar Abläufe auf molekularer Ebene verstehen. Das, so Prof. Dr. Hell, sei unter anderem wichtig bei der Erforschung von Krankheiten oder der Erforschung von Nervenfunktionen. Fragen wie: „Welche Moleküle sind entscheidend dafür, dass Nervenzellen miteinander kommunizieren?“, „Wie funktioniert das bei gesunden und wie bei kranken Nervenzellen?“ können so vielleicht bald beantwortet werden.

Prof. Dr. Stefan W. Hell studierte Physik in Heidelberg und wurde 1990 bei Professor Hunklinger diplomiert und promoviert. Danach folgten Aufenthalte am Europäischen Molekularbiologischen Laboratorium Heidelberg, an der Universität Turku (Finnland) und an der Universität Oxford (England). 1996 habilitierte er sich in Physik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und war anschließend (bis 2002) Leiter einer selbstständigen Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. 2002 wurde er dort Direktor und Leiter der Abteilung „NanoBiophotonik“. Außerdem ist Hell seit 2003 Leiter der Abteilung „Optische Nanoskopie“ am Deutschen Krebsforschungszentrum und außerplanmäßiger Professor für Physik an der Universität Heidelberg. Seit 2004 lehrt er als Honorarprofessor für Experimentalphysik an der Georg-August-Universität Göttingen. 2014 erhielt er den Nobelpreis für Chemie.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG