Dienstag - 14. Februar 2017

Auszeichnung der Bayer-Stiftung für „Wissenschaft & Bildung“:

Bayer Thrombosis Research Award 2017 für Dr. David Seiffge

Mediziner des Universitätsspitals Basel wird für klinische Arbeiten zum Management nicht-Vitamin-K-abhängiger oraler Antikoagulanzien bei Patienten mit akutem Schlaganfall geehrt
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Dr. Seiffge, der Gewinner des Thrombose Awards

Leverkusen, 14. Februar 2017 – Der dritte Preisträger des „Bayer Thrombosis Research Awards“ steht fest: Der wissenschaftliche Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation hat Dr. David Seiffge, von der Stroke Forschungsgruppe der Neurologie des Universitätsspital Basel, die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung zuerkannt. Damit werden seine klinisch bedeutsamen Arbeiten zum Management und zur Sicherheit nicht-Vitamin-K-abhängiger oraler Antikoagulanzien (NOAK) bei Patienten mit akutem Schlaganfall gewürdigt. Seiffge und die Forschungsgruppe konnten zeigen, dass Schlaganfallpatienten im klinischen Alltag bereits fünf Tage nach dem Akutereignis mit NOAK behandelt werden können. Dabei war das Blutungsrisiko bei nur 1,3 Prozent pro 100 Patientenjahre niedrig. Sie konnten auch nachweisen, dass bei akuten Schlaganfallpatienten nach nur einer halben Stunde die Resultate der Plasmaspiegelbestimmung von Rivaroxaban vorliegen, was neue Möglichkeiten der Akuttherapie eröffnen könnte. In einer internationalen Pilotstudie, die von Dr. Seiffge und Prof. Dr. Stefan Engelter initiiert wurde, konnte beispielsweise gezeigt werden, dass bei ausgewählten Patienten mit Schlaganfall, die unter NOAK-Behandlung standen, eine erfolgreiche Thrombolyse durchgeführt werden konnte.

Mit dem Thrombosis Research Award werden seit 2013 aufstrebende Nachwuchsforscher für besondere Leistungen auf dem Gebiet der grundlegenden und klinischen Thromboseforschung ausgezeichnet. Er wurde 2011 durch die Bayer-Wissenschaftler Dr. Frank Misselwitz, Dr. Dagmar Kubitza und Dr. Elizabeth Perzborn gestiftet, die 2009 für die Entwicklung des Gerinnungshemmers Xarelto® den Deutschen Zukunftspreis gewonnen haben.

„Fortschritte in der Wissenschaft – sowohl an Universitäten und Forschungsinstituten als auch in der Industrie – sind das Zukunftskapital einer Gesellschaft. Wir wollen die Forschung stärken und Exzellenz fördern“, sagt Kemal Malik, für Innovation verantwortliches Vorstandsmitglied der Bayer AG und Vorstand der Stiftung. „Bayer arbeitet an der Erforschung und Entwicklung neuer therapeutischer Optionen für Krankheiten, bei denen ein hoher medizinischer Bedarf besteht. Für uns ist es daher auch sehr wichtig, Pionierleistungen in der medizinischen Grundlagenforschung und der klinischen Anwendung zu unterstützen. Weiterhin möchte Bayer über seine Stiftungen und besonders mit der Vergabe dieses Preises dazu beitragen, die Wertschätzung für Spitzenforschung und medizinischen Fortschritt zu steigern“, so Malik weiter. In diesem Sinne hatten die drei Bayer-Forscher das Preisgeld vom Deutschen Zukunftspreis in Höhe von 250.000 Euro für die Einrichtung dieses Nachwuchspreises zur Verfügung gestellt. Bayer hat dieses Anfangskapital auf 500.000 Euro verdoppelt.

Dr. Frank Misselwitz, Preisstifter und Leiter des Bereichs „Herz-Kreislauf und Blutgerinnung“ der klinischen Forschung bei Bayer: „David Seiffge ist ein talentierter Kliniker, dessen Arbeit aus der Vielzahl der Nominierungen herausragt. Seine Arbeit zur Anwendungssicherheit nicht-Vitamin-K-abhängiger oraler Antikoagulanzien liefert bedeutsame Erkenntnisse für die klinische Praxis. Aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten verdient Dr. Seiffge diese Auszeichnung in ganz besonderem Maße.“

Die wissenschaftliche Jury des neuen Preises ist – bis auf die Preisstifter – ausschließlich mit Experten aus Universitäten und Kliniken aus ganz Deutschland besetzt. Es sind dies Prof. Dr. Michael Böhm (Universitätsklinikum des Saarlandes), Prof. Dr. Christoph Bode (Universitätsklinikum Freiburg i. Br.), Prof. Dr. Andreas Greinacher (Universitätsklinikums der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald), Prof. Dr. Edelgard Lindhoff-Last (CCB – Cardioangiologisches Centrum Bethanien in Frankfurt a. M.) und Prof. Dr. Bernhard Nieswandt (Rudolph-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg).

Der Preis wird von der „Bayer Science & Education Foundation“ vergeben. Diese Stiftung verfolgt als vorrangige Ziele die Ehrung herausragender Forschungsleistungen, die Förderung wissenschaftlicher Talente und die Unterstützung bedeutender, natur-wissenschaftlicher Schulprojekte. Im inhaltlichen Fokus der Fördertätigkeiten stehen die Naturwissenschaften und die Medizin. Herausragende Forschungsleistungen honoriert die Stiftung im jährlichen Wechsel mit dem Familie-Hansen-Preis und dem Otto-Bayer-Preis, die mit jeweils 75.000 Euro dotiert sind. Zwei Preise für aufstrebende Nachwuchsforscher vervollständigen das Programm: der internationale Early Excellence in Science Award wird jährlich in den Kategorien Biologie, Chemie und Medizin mit einem Preisgeld von je 10.000 Euro vergeben. Der Bayer Thrombosis Research Award fördert Wissenschaftler, die im deutschsprachigen Raum im Bereich der grundlegenden und klinischen Thromboseforschung besondere Akzente setzen, alle zwei Jahre mit einem Preisgeld von 30.000 Euro.

Der Preisträger Dr. David Seiffge hat in Heidelberg, Rennes (Frankreich) und Basel Medizin studiert. In einer experimentellen Doktorarbeit untersuchte er im Labor von Prof. Lothar Schilling in Mannheim/Heidelberg die Wirkung eines künstlichen Sauerstoffträgers auf den hypoxischen Hirnschaden bei einem Schlaganfall. Seit 2011 ist Dr. Seiffge in der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Universitätsspitals in Basel unter Leitung von Prof. Dr. med. Ludwig Kappos tätig. Wissenschaftlich liegt sein Schwerpunkt im Bereich der klinischen Forschung zu oralen Antikoagulantien, Schlaganfall und Hirnblutung in der cerebrovasculären Forschungsgruppe von Prof. Engelter und Prof. Lyrer. Dank einer Spezialförderung der Universität Basel beschäftigt sich Dr. Seiffge aktuell mit der klinischen Bedeutung der Plasmaspiegel nicht-Vitamin-K-abhängiger oraler Antikoagulantien.


Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 14. Februar 2017 Copyright © Bayer AG