Donnerstag - 19. Februar 2015

Mehr Innovation und Nachhaltigkeit in der Bekleidungs- und Schuhindustrie

Bayer MaterialScience und IAF kooperieren bei Textilbeschichtung

Auf drei Kontinenten: INSQIN® Workshops über wässrige Polyurethan-Technologie

Leverkusen, Februar 2015 – Bayer MaterialScience und der internationale Bekleidungsverband IAF (International Apparel Federation) haben eine Kooperation vereinbart, um Innovation und Nachhaltigkeit in der Bekleidungs- und Schuhindustrie zu stärken.

Als ersten wichtigen Schritt der neuen Zusammenarbeit haben die beiden Partner auf drei Kontinenten eine Reihe von INSQIN® Workshops veranstaltet. Unter dem Motto „neue Maßstäbe setzen für Materialinnovation und Nachhaltigkeit“ vermittelten sie wichtige Informationen an Schuh- und Bekleidungsunternehmen, die polyurethan-beschichtete Gewebe wie zum Beispiel Polyurethan-Kunstleder herstellen. Experten von Bayer MaterialScience stellten INSQIN® vor, eine neue Komplettlösung für Markenartikler und Hersteller, die die Nachhaltigkeit in der Textilbeschichtung verbessern wollen.

„Auf Basis unserer rein wässrigen Polyurethan-Technologie und unserer umfangreichen Erfahrung in der Textilbeschichtung wollen wir Kunden inspirieren, neue Möglichkeiten in der Konzeption und Gestaltung von polyurethan-beschichteten Geweben mit INSQIN® und damit verbundenen Dienstleistungen zu entdecken“, sagt Nick Smith, globaler Leiter Textilbeschichtung bei Bayer MaterialScience. „Durch Kooperation mit dem IAF und seinen Mitgliedern möchten wir diese Marke in die Bekleidungs- und Schuhindustrie einführen.“

Wässrige Polyurethan-Technik für nachhaltige Materialentwicklung
Als Material für Schuhe, Bekleidung und Accessoires erfreut sich Polyurethan-Kunstleder wachsender Beliebtheit. Das liegt vor allem an der im Vergleich zu echtem Leder erhöhten Gestaltungsfreiheit, Haltbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Während Markeninhaber aufgrund der Vorteile auf diese Technik setzen, stellen die ökologischen Nebenwirkungen des bisherigen Verfahrens eine wachsende Herausforderung dar. Im konventionellen Prozess werden große Mengen eines Lösemittels verwendet, das Gefahren für die Arbeitssicherheit und die Umwelt birgt.

Die wässrige INSQIN® Technologie erlaubt die Herstellung von Polyurethan-Kunstleder nach einem neuen Verfahren, das ohne Lösemittel auskommt und alle negativen Folgen vermeidet, die mit ihrer Nutzung verbunden waren. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Verbesserung und Veredelung von Geweben, zum Beispiel für ein angenehmes Gefühl, eine einzigartige Textur, für Beschichtungen in der Modebranche oder für Hochleistungs-Werkstoffe in Sportartikeln. Das Spektrum der Anwendungen reicht von Kunstleder über funktionale Gewebe bis zum Hochleistungs-Druck.

„Die Präsentation von Bayer war sehr informativ“, sagt Larry Lang, Leiter des Bereichs Textil bei Hermes-Otto International. „Mit wässrigen Polyurethan-Systemen lassen sich die mit dem Einsatz von Lösemitteln verbundenen Probleme ein für alle Mal vermeiden. Wir werden die industrielle Einführung aufmerksam verfolgen.“

Transparenz in der Wertschöpfungskette sicherstellen
Die Workshops widmeten sich außerdem der Frage, wie die Transparenz in der Lieferkette sichergestellt werden kann. Die Textilindustrie ist sehr komplex – für Hersteller ist es manchmal schwierig, einen direkten Zugang zu Markenartiklern zu finden, die an nachhaltigeren Materialien interessiert sind. Umgekehrt haben Markeninhaber oft keine konkreten Informationen über die Herkunft und Qualität von Gewebestoffen.

Um die Transparenz zu verbessern, hat Bayer MaterialScience das INSQIN® Partner Manufacturer Program eingerichtet. Managementsysteme und Produktionsprozesse von Herstellern werden dabei im Rahmen eines Audits durch Dritte überprüft und dokumentiert.

Zertifizierte Partner profitieren von der technischen Unterstützung durch Bayer MaterialScience bei Einführung der wässrigen Polyurethan-Technologie. Dadurch lässt sich die Aufskalierung bis zum industriellen Maßstab beschleunigen. Markenartikler für Bekleidung und Schuhe können mit Hilfe des Programms gezielt nach Lieferanten suchen, deren Herstellprozesse als nachhaltig anerkannt wurden. Entsprechende Textilprodukte lassen sich leicht am INSQIN® Label auf der Verpackung erkennen. Die gesteigerte Transparenz sorgt damit auch für höhere Akzeptanz bis zum Konsumenten.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2013 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Über den IAF:
Der IAF ist der weltweite Verband für Bekleidungsmarken und -Hersteller sowie die führende Dachorganisation der nationalen Verbände sowie der Zulieferindustrie. Die zurzeit zu den Mitgliedern gehörenden Verbände der Bekleidungsindustrie repräsentieren mehr als 60 Länder. Die vielen Firmen- und außerordentlichen Mitglieder des IAF sind herausragende Unternehmen oder Institutionen im Hinblick auf Produktion, Marken, Technologie, Dienstleistung, Logistik, Modemessen und Ausbildung.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit.


Mehr Informationen finden Sie unter www.materialscience.bayer.com.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG