Montag - 30. Juni 2014

Standort Darmstadt wird geschlossen:

Bayer MaterialScience konsolidiert Polycarbonat-Plattengeschäft

Globale Überkapazitäten und unzureichende Nachfrage erfordern Gegenmaßnahmen / Ziel: Gesamtgeschäft langfristig sichern und Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Darmstadt, 30. Juni 2014 – Im Rahmen der weltweiten Konsolidierung seines Geschäfts mit Platten aus dem Hochleistungskunststoff Polycarbonat hat Bayer MaterialScience entschieden, seinen Standort in Darmstadt zu schließen. Die Versorgung der Kunden in Europa erfolgt künftig aus den Werken Nera Montoro in Italien und Tielt in Belgien. Von der Schließung in Darmstadt sind 90 Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Schritt sozialverträglich zu gestalten.

Weltweit hat Bayer MaterialScience bislang an zehn Standorten Platten produziert. In der Region Asien/Pazifik hat die Konsolidierung ebenfalls zu Entscheidungen geführt. So soll das Plattengeschäft in Australien und Neuseeland inklusive des Markennamens Laserlite verkauft werden. Ferner wurde die Plattenproduktion in China am Standort Guangzhou zusammengefasst und der Standort Peking aufgegeben.

Hintergrund aller Konsolidierungsmaßnahmen ist die aktuelle wirtschaftliche Lage. Die Marktentwicklung im gesamten Polycarbonat-Geschäft hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert: Neue Wettbewerber und Überkapazitäten stehen einer unzureichenden Nachfrage aus den Abnehmerindustrien gegenüber. Aufgrund der schwierigen Situation hatte Bayer MaterialScience sein Polycarbonat-Geschäftsmodell einer grundlegenden Prüfung unterzogen, wozu auch das weltweite Plattengeschäft gehört.

Die Analyse führte zu der Entscheidung, dass auch in Europa eine Konsolidierung der Platten-Aktivitäten erforderlich ist, um das Gesamtgeschäft langfristig zu sichern und wettbewerbsfähig zu halten. Dr. Markus Steilemann, bei Bayer MaterialScience Leiter der Business Unit Polycarbonates, sieht für das Gesamtgeschäft optimistisch in die Zukunft: „Die Nachfrage nach dem Hochleistungskunststoff Polycarbonat verzeichnet Jahr für Jahr und weltweit gute Wachstumsraten, die die aktuellen Überkapazitäten bald aufzehren werden. Mit unserer veränderten Aufstellung stärken wir unsere führende Marktposition.“

Polycarbonat wird unter anderem im Automobilbau verwendet, wo es zunehmend Glas oder Metall ersetzt. So werden Fahrzeuge leichter und verbrauchen weniger Treibstoff. Polycarbonat-Platten sind besonders im Bausektor das Material der Wahl, beispielsweise bei Bedachungen für Bahnhöfe und Flughäfen, Carports oder Gewächshäusern. Auch beim Stadionbau greifen Architekten gerne auf den Kunststoff zurück – so bei den Stadien in Brasilia und Natal, wo derzeit die Fußballweltmeisterschaft stattfindet.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2013 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit.

Mehr Informationen finden Sie unter www.materialscience.bayer.com.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG