Mittwoch - 22. April 2015

Nachwachsende Rohstoffbasis für Polyurethan-Beschichtungen

Bayer MaterialScience entwickelt ersten Lackhärter aus Biomasse

Ausgezeichnet mit Innovationspreis „Bio-based Material of the Year 2015“ / 70 Prozent des Kohlenstoffgehalts von Desmodur® eco N 7300 auf pflanzlicher Basis / Steigendes Verbraucherinteresse an nachhaltigen Produkten
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Autolacke sind eines der Einsatzgebiete für Desmodur® eco N 7300, den ersten biobasierten Härter für Polyurethanlacke und -klebstoffe. Dr. Gesa Behnken (links), globale Leiterin New Technologies, und Dr. Berta Vega Sánchez, Marketing-Managerin im Bereich Coatings, Adhesives, Specialties bei Bayer MaterialScience, präsentieren stolz ein lackiertes Karosserieteil und freuen sich über den Innovationspreis „Bio-based Material of the Year 2015“.

Nürnberg, 22. April 2015 – Bayer MaterialScience hat einen biobasierten Härter für Polyurethan (PUR)-Lacke und -Klebstoffe entwickelt. Das Produkt auf Basis von Pentamethylen-Diisocyanat (PDI) erreicht das hohe Niveau konventioneller Isocyanate auf petrochemischer Basis, übertrifft es zum Teil sogar. Es bildet die perfekte Ergänzung zu Polyolen aus nachwachsenden Rohstoffen, die bereits in PUR-Lacken und -Klebstoffen eingesetzt werden. Damit können diese Beschichtungen nun komplett aus biobasierten Komponenten formuliert werden.

Auf der European Coatings Show 2015 vom 21. bis 23. April in Nürnberg stellt das Unternehmen den neuen Härter Desmodur® eco N 7300 der Fachöffentlichkeit vor. Ein großer Anteil des Kohlenstoffgehalts – 70 Prozent – basiert auf Biomasse. Ausgangsprodukt ist Stärke aus Futtermais, einer Futter- und Industriepflanze, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt ist und nicht in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht.

Preisgekrönte Entwicklung
Auf der „8th International Conference on Bio-Based Materials“ am 13. April in Köln wurde Bayer MaterialScience jetzt für diese Entwicklung mit dem Innovationspreis „Bio-based Material of the Year 2015“ ausgezeichnet. Damit setzte sich das Unternehmen in der Publikumswahl auch gegen Innovationen anderer Größen der chemischen Industrie durch. Mit 220 Teilnehmern aus über 20 Ländern ist die Konferenz eine der weltweit größten ihrer Art.

Immer mehr Verbraucher entscheiden sich beim Kauf für nachhaltige Produkte. Dabei achten sie vor allem auf die Verwendung von nachwachsenden Materialien sowie von Umweltsiegeln – die ökologische Verträglichkeit wird zum Markterfordernis. Große Markenanbieter unterstützen diesen Trend.

Verbesserte Umweltbilanz entlang der Wertschöpfungskette
„Mit dem neuen Härter können Hersteller von Lacken und Klebstoffen und ihre Kunden ihre Kohlenstoffbilanz deutlich verbessern“, sagt Dr. Berta Vega Sánchez, Marketing-Managerin im Bereich Coatings, Adhesives, Specialties bei Bayer MaterialScience. „Anwender und Markenartikler in verschiedenen Industriebranchen können sich mit dem höheren Bioanteil als Pioniere für nachhaltige Materialien positionieren.“ Die Entwicklung ist ein gutes Beispiel für kundenorientierte Entwicklungen entsprechend dem Motto „Inventing for you“ des Bereichs Lacke, Klebstoffe, Spezialitäten von Bayer MaterialScience.

Im Hinblick auf die Witterungs- und Kratzfestigkeit sowie die chemische Beständigkeit, Härte und Verarbeitung steht Desmodur® eco N 7300 konventionellen Härtern auf petrochemischer Basis in nichts nach. In puncto Verträglichkeit mit Lack- und Klebstoffformulierungen hat es sogar Vorteile.

Vielfältige Einsatzmöglickeiten
Zurzeit entwickelt Bayer MaterialScience eine umfangreiche Technologie-Plattform, um weitere Einsatzmöglichkeiten für PDI-basierte Rohstoffe in Lacken, Klebstoffen und anderen Anwendungen möglich zu machen. Das Unternehmen lädt Kunden zur Zusammenarbeit ein, um Marktbedürfnisse verschiedener Branchen noch besser verstehen zu können.

Nach der vorgeschriebenen REACH-Registrierung soll die kommerzielle Herstellung von Desmodur® eco N 7300 beginnen. Dafür soll auf bestehenden Anlagen eine Gesamtkapazität von bis zu 20.000 Jahrestonnen bereitgestellt werden.

„Die Lieferanten unseres Rohstoffes arbeiten bereits an der nächsten Biomasse-Generation“, erläutert Dr. Gesa Behnken, globale Leiterin des Bereichs New Technologies bei Bayer MaterialScience. Ausgangsstoff sei dann nicht mehr Futtermais, sondern Cellulose oder Bioabfälle, das Verfahren werde bereits zur Herstellung von Bioethanol verwendet. „Voraussichtlich in ein paar Jahren werden die Entwicklungen auch für unser Projekt so weit fortgeschritten sein, dass ausreichende Mengen für die industrielle Produktion zur Verfügung stehen.“


Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,7 Milliarden Euro im Jahr 2014 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2014 rund 14.200 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit.


Mehr Informationen finden Sie unter www.materialscience.bayer.com und www.bayercoatings.de.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG