Dienstag - 2. Juni 2015

Partnerschaft für mehr Innovation in der Herbizidforschung

Bayer CropScience und GRDC entwickeln künftig gemeinsam innovative Herbizidlösungen

Unkrautresistenzen gefährden Ertragskraft und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft / Kooperation will Landwirten weltweit neue Mittel zur Bekämpfung hartnäckiger Unkräuter an die Hand geben
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Beim Abschluss der Herbicide Innovation Partnership: Hintere Reihe von links: Richard Dickmann, Bayer CropScience Head of New Business Development Australien, Tobias Marchand, Bayer Landesleiter für Australien und Neuseeland, Hermann Stuebler, Bayer CropScience Head of Weed Control, John Harvey, Geschäftsführer der GRDC, Steve Thomas, Vorstand für das operative Geschäft bei GRDC. Vordere Reihe von links: Adrian Percy, Bayer CropScience Vorstand für Forschung und Entwicklung, Richard Clark, Vorstand von GRDC und Barnaby Joyce, der australische Landwirtschaftsminister.

Monheim, 2. Juni 2015 – Bayer CropScience und die australische Grains Research & Development Corporation (GRDC) haben eine fünfjährige Innovationspartnerschaft geschlossen. Ziel der „Herbicide Innovation Partnership“ soll die gemeinsame Entwicklung innovativer Lösungen zur Unkrautbekämpfung sein, um den Landwirten neue Technologien im Umgang mit resistenten Unkrautarten an die Hand zu geben und die Nachhaltigkeit moderner Anbausysteme zu stärken. Die Zusammenarbeit sieht außerdem ein Promoviertenprogramm vor, das durch Trainingsmaßnahmen in wegweisenden industriellen Forschungstechniken zum Ausbau des wissenschaftlichen Know-Hows australischer Forscher beitragen soll.

Die in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunkenen Investitionen der Agrarindustrie in die Erforschung und Entwicklung neuer Herbizide haben zu einem Technologierückstand geführt. In den vergangenen 20 Jahren wurde kein einziger herbizider Wirkstoff mit neuem Wirkmechanismus entwickelt, sodass eine wirksame Bekämpfung resistenter Unkräuter für die Landwirte immer schwieriger wird. Diese Entwicklung gefährdet die Ertragskraft und die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe.

„Zunehmende Unkrautresistenzen gegenüber wichtigen Herbizidklassen bedrohen den Ackerbau weltweit“, erläuterte Axel Trautwein, Leiter der Abteilung „Small Molecules Research“ bei Bayer CropScience. „Neue Lösungen zur Unkrautbekämpfung stehen im Mittelpunkt unserer Forschung. Die Probleme, mit denen wir es hier zu tun haben, sind so groß, dass sie kein Unternehmen, keine Universität und auch kein Land allein bewältigen kann. Wir brauchen ein Netzwerk von Partnern, die sich gegenseitig fachlich ergänzen. Diese Zusammenarbeit mit GRDC und den australischen Universitäten ist ein hervorragendes Beispiel für ein solches weltumspannendes Netzwerk, das der Landwirtschaft in Australien und anderswo Vorteile bringen wird.“

GRDC wird zum Ausbau der Kapazitäten im globalen Herbizid-Forschungszentrum von Bayer CropScience in Frankfurt beitragen. Rund 40 zusätzliche Forscher – ein Großteil davon aus Australien – sollen künftig dabei helfen, neue wegweisende Technologien zu erkunden und zu entwickeln und damit die Kompetenz des Unternehmens in der Herbizidforschung zu stärken. Im Blickpunkt steht die australische Landwirtschaft: Ihr möchte man bessere Lösungen zur Bekämpfung hartnäckiger Unkräuter, darunter Weidelgras, Hederich, Ruten-Fingergras und Südamerikanisches Berufkraut anbieten. Letzten Endes werden aber alle Landwirte weltweit von den Forschungsergebnissen profitieren.

„Allein in Australien – so schätzen Experten – erleiden die Landwirte Ertragseinbußen von mehr als drei Milliarden Australische Dollar pro Jahr durch resistente, schwer zu bekämpfende Unkräuter. Wir sehen in dieser spannenden Kooperation die Chance, das Problem in den Griff zu bekommen und australischen Landwirten einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Wir wollen ihnen möglichst viele Mittel für eine integrierte Unkrautbekämpfung an die Hand geben“, erklärte Richard Clark, Vorsitzender von GRDC. „Diese Partnerschaft bekräftigt das Engagement von GRDC für die Rentabilität der Landwirtschaft – unser wichtigstes Ziel, denn ein gesunder, gewinnbringender Getreideanbau ist nicht nur im Interesse der Landwirte, sondern im Interesse aller Australier.“

Im November 2014 eröffnete Bayer CropScience sein Kompetenzzentrum für Unkrautresistenzen in Frankfurt. Hier werden neue Strategien in der Unkrautbekämpfung entwickelt sowie Kenntnisse und Erfahrungen mit Landwirten, Agrarexperten und Wissenschaftlern weltweit ausgetauscht. Bayer und GRDC verstärken nun ihre Bemühungen, den „Werkzeugkasten“ der Landwirte für die integrierte Unkrautbekämpfung neu zu bestücken, indem sie künftig gemeinsam neue Herbizidwirkstoffe und Safener-Technologien entwickeln.

Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft sowie hochwertige Materialien. Bayer CropScience verantwortet als Teilkonzern der Bayer AG das Agrargeschäft und zählt mit einem Umsatz von 9,494 Milliarden Euro im Jahr 2014 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine herausragende Produktpalette mit hochwertigem Saatgut, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf chemischer und biologischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Im Bereich der nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen verfügt Bayer CropScience über ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt 23.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten. Weitere Nachrichten zum Unternehmen unter: www.presse.bayercropscience.com

Über die GRDC
Die Grains Research & Development Corporation (GRDC) zählt zu den weltweit führenden Gesellschaften für Getreideforschung und plant, investiert und überwacht Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für eine bessere Produktion, Nachhaltigkeit und Profitabilität im australischen Getreideanbau. GRDC will in erster Linie die Entwicklung und Bereitstellung erstklassiger Innovationen zur Verbesserung der Produktivität, Profitabilität und Nachhaltigkeit der australischen Getreidebauern fördern und hat dabei auch das Wohl der Industrie und der breiteren Allgemeinheit im Blick. GRDC ist sich bewusst, dass die Unkrautbekämpfung ein wichtiger Faktor für die Profitabilität der Landwirte ist. Die meisten Landwirte sehen eine große Notwendigkeit, in die Unkrautbekämpfung zu investieren. GRDC verfügt zurzeit über ein beachtliches F&E-Portfolio in der integrierten Unkrautbekämpfung und unterstützt u. a. die australische Herbicide Resistance Intiative und zahlreiche andere Projekte im ganzen Land.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG