Montag - 24. August 2015

Grundsteinlegung für neuen Produktionsbetrieb:

Bayer CropScience baut Standort Knapsack weiter aus

Unternehmen investiert mehr als 150 Millionen Euro am Standort Knapsack und schafft 65 neue Arbeitsplätze / Inbetriebnahme im Frühjahr 2017 geplant
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Grundsteinlegung neue MPE-Anlage - v.l.n.r.: Dr. Udo Schneider, Dr. Georg Kippels, MdB, Dr. Clemens Mittelviefhaus, InfraServ , Dr. Dirk Backhaus (ExCo).

Monheim, 24. August 2015 – Bayer CropScience baut die Produktion am nordrhein-westfälischen Standort Knapsack im Süden von Köln weiter aus. Am Montag legte das Unternehmen während eines Festakts mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Nachbarschaft den Grundstein für den Bau einer neuen Produktionsanlage. Sie dient zur Herstellung des Vorproduktes Methanphosphonigsäureester (MPE) und erweitert die am Standort vorhandenen Kapazitäten. Mit dem Neubau der mehr als 150 Millionen Euro teuren Anlage reagiert Bayer CropScience auf die steigende Nachfrage nach seinen modernen Pflanzenschutzmitteln.

„Mit dieser Investition legen wir die Basis für ein deutlich höheres Produktionsvolumen“, sagte Dr. Udo Schneider, Standortleiter von Bayer CropScience in Knapsack. „Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach unseren Produkten so stark zugenommen hat. Daher bauen wir unsere Kapazitäten aus, um Landwirte in aller Welt mit dringend benötigten landwirtschaftlichen Lösungen zu unterstützen.“

MPE ist ein wichtiges Vorprodukt für die Herstellung von Unkrautbekämpfungsmitteln auf Basis des Wirkstoffs Glufosinat-Ammonium, die unter den Markennamen Liberty™ und Basta™ weltweit vertrieben werden. Mit ihnen lassen sich auch Unkrautresistenzen – ein großes Problem der modernen Landwirtschaft – besser bekämpfen.

„Wenn alles weiter planmäßig läuft, ist die Anlage Anfang 2017 betriebsbereit“, so Dr. Schneider. Bis dahin müssen über 3.000 Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von 48 Kilometern verlegt sowie mehr als 4.300 elektronisch angesteuerte Bauelemente eingerichtet werden. Nach erfolgreichem Abschluss des im Rahmen des behördlichen Genehmigungsprozesses durchlaufenden Öffentlichkeitsverfahrens wurde die vorzeitige Baugenehmigung durch die Bezirksregierung Köln im Dezember 2014 erteilt. Der Baubeginn erfolgte im April dieses Jahres. Die Bauleitung liegt in den Händen der Bayer Technology Services GmbH.

Investitionen in Höhe von fast einer Millarde Euro in Deutschland

„Wir wollen im Zeitraum 2013 bis 2016 rund 2,4 Milliarden Euro in den Ausbau unserer weltweiten Forschungs,- Entwicklungs- und Produktionskapazitäten investieren“, sagte Dr. Dirk Backhaus, Leiter Product Supply von Bayer CropScience. Ein wesentliches Element der Investitionspläne von Bayer CropScience ist die geplante Verdoppelung der globalen Produktion des Wirkstoffs Glufosinat-Ammonium.

Neben den bereits laufenden Projekten zum Kapazitätsausbau am Standort Frankfurt am Main sowie an den beiden nordamerikanischen Standorten Muskegon, Michigan, und Mobile, Alabama, soll die neue Anlage in Knapsack wesentlich dazu beitragen, dass das Unternehmen sein ehrgeiziges Ziel erreichen kann. Das ist ein wichtiges Signal für den Markt, denn Glufosinat-Ammonium ist der einzige nicht selektive Herbizidwirkstoff, mit dem glyphosatresistente Unkräuter bekämpft werden können.

„Diese Investition ist auch ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland – und zum Bundesland Nordrhein-Westfalen“, betonte Dr. Backhaus. „Insgesamt planen wir, von 2013 bis 2016 in unsere deutschen Standorte Dormagen, Frankfurt, Knapsack und Monheim fast eine Milliarde Euro zu investieren.“

Chemiestandort Nordrhein-Westfalen wird weiter gestärkt

Dr. Georg Kippels, Mitglied des Deutschen Bundestages und Abgeordneter des Rhein-Erft-Kreises, sagte anlässlich der Grundsteinlegung: „Diese Investition macht die Leistungsstärke des Bayer-Standorts Knapsack deutlich. Damit setzt Bayer auch ein wichtiges Zeichen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens als attraktiver Chemie-Standort.“ Das Bundesland ist der bedeutendste Chemie-Standort in Deutschland und der fünftgrößte in Europa.

Entscheidende Vorteile für Investoren seien neben einer exzellenten Infrastruktur die gut ausgebildeten Mitarbeiter und ein hohes Niveau in der Aus- und Fortbildung. Und natürlich ein gut funktionierender Dialog zwischen der Chemie-Industrie und den „Stakeholdern“ an den Standorten. „Im Laufe des öffentlichen Genehmigungsverfahrens für die neue Anlage hat sich Bayer in Hinsicht auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort vorbildlich gezeigt.“ Er sei zuversichtlich, so Dr. Kippels, dass der Standort Knapsack weiter wachsen werde. Die Rahmenbedingungen für eine innovative und zukunftsorientierte Chemiepolitik seien gegeben.

Neuer Betrieb sichert und schafft dauerhafte Arbeitsplätze

Im Rahmen des Investitionsprojektes werden 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Die Arbeitsplätze, die in der Wertschöpfungskette in Nordrhein-Westfalen und Deutschland mit der Produktion von Glufosinat-Ammonium verbunden sind, werden durch das Projekt gesichert. „Das gilt auch für viele weitere Stellen, wie beispielsweise beim Chemieparkbetreiber InfraServ Knapsack, Logistikdienstleistern und Vorproduktlieferanten, mit denen meist seit Jahren hervorragende Geschäftsbeziehungen bestehen,“ hob Dr. Schneider hervor.

Im neuen Betrieb werden Firmen aus Hürth-Knapsack und Umgebung für Wartung, Instandhaltung und technische Dienstleistungen im Umfeld der neuen Anlage tätig sein. Dr. Clemens Mittelviefhaus, Geschäftsführer des Chemieparkbetreibers InfraServ Knapsack, zeigte sich erfreut über das Engagement von Bayer und das seinem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen. „Wir sind mit Bayer als unserem größten Einzelkunden hier im Chemiepark Knapsack über vielfältige Dienstleitungen im Anlagenbetrieb und darüber hinaus eng verbunden. Wir werden dieses zusätzliche Produktionsengagement von Bayer nicht nur in der Bauphase, sondern auch während und nach der Inbetriebnahme engagiert und zuverlässig unterstützen, denn nur so wird daraus ein nachhaltiger Erfolg.“

Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft sowie hochwertige Materialien. Bayer CropScience verantwortet als Teilkonzern der Bayer AG das Agrargeschäft und zählt mit einem Umsatz von 9,494 Milliarden Euro im Jahr 2014 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine herausragende Produktpalette mit hochwertigem Saatgut, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf chemischer und biologischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Im Bereich der nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen verfügt Bayer CropScience über ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt 23.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten. Weitere Nachrichten zum Unternehmen unter: www.presse.bayercropscience.com

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG