Donnerstag - 12. März 2015

Innovative Pflanzenschutzmittel „Made in Dormagen“:

Bayer CropScience baut Standort Dormagen weiter aus

2015 Investitionen in Höhe von mehr als 80 Millionen Euro geplant / Beschäftigungs- und Ausbildungszahlen auf hohem Niveau / Nachfrage nach innovativen Pflanzenschutzmitteln treibt Kapazitätsausweitung
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Dormagen ist der weltweit wichtigste Produktionsstandort von Bayer CropScience.

Dormagen, 12. März 2015 – Bayer CropScience war im Jahr 2014 sehr erfolgreich und plant, seinen weltweit wichtigsten Produktionsstandort Dormagen weiter auszubauen. „Wir investieren seit Jahren kontinuierlich in die Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit und stärken damit auch den Industriestandort Nordrhein-Westfalen“, sagte Dr. Uwe Stelzer, Werksleiter von Bayer CropScience in Dormagen, beim Frühjahrspressegespräch des CHEMPARK Dormagen am Donnerstag. Nach Investitionen in Höhe von 70 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014 plant Bayer CropScience im laufenden Jahr mehr als 80 Millionen Euro für den weiteren Kapazitätsausbau in Dormagen zur Verfügung zu stellen.

„Investitionen in die Instandhaltung unserer Betriebe sowie der Ausbau von Kapazitäten für die Herstellung neuer innovativer Pflanzenschutzmittel sichern und schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und machen den Standort Dormagen attraktiv für Mitarbeiter und Nachbarn“, so Stelzer. Das größte Einzelprojekt von Bayer CropScience im CHEMPARK Dormagen ist der Ausbau der Kapazitäten für Prothioconazol. Die Realisierung dieses Projekts mit Investitionen in einer Gesamthöhe von rund 85 Millionen Euro erfolgt in mehreren Stufen und soll im Jahr 2017 abgeschlossen sein. Der Ausbau der Produktion von Flupyradifurone aus der neuartigen Insektizid-Wirkstoffklasse der Butenolide bildet einen weiteren Schwerpunkt der Aktivitäten von Bayer CropScience. Dieses Projekt soll im Jahr 2016 abgeschlossen sein.

Insgesamt sei Bayer CropScience im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt, sagte Stelzer weiter. Politischen Handlungsbedarf sieht er zum Beispiel bei der Erhaltung bzw. Verbesserung der Infrastruktur, vor allem der Verkehrswege, sowie den Energie- und Rohstoffkosten, die eine wichtige Rolle bei Investitionsentscheidungen in der chemischen Industrie spielen. „Für einen starken Industriestandort Deutschland brauchen wir langfristig zuverlässige Perspektiven und vor allem Anreize zu Innovationen“, sagte Stelzer und betonte, dass eine nachhaltige Industriepolitik die Weichen für nachhaltiges Wirtschaften und die Zukunftschancen für Unternehmen wie Bayer CropScience stellen könne.

Positive Belegschaftsentwicklung fortgesetzt

Auch die Beschäftigungs- und Ausbildungszahlen bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Ende 2014 beschäftige Bayer CropScience in Dormagen rund 1.100 Mitarbeiter. Damit ist die Belegschaft im Geschäftsjahr 2014 leicht gestiegen; es wurden insgesamt 65 Mitarbeiter neu eingestellt. Für 2015 ist geplant, den Produktionsstandort Dormagen weiter auszubauen und Mitarbeiter einzustellen.

Bayer CropScience sieht sich derzeit nicht unmittelbar mit einem akuten Fachkräftemangel konfrontiert. „Wir haben uns frühzeitig auf den demografischen Wandel eingestellt“, betonte Stelzer. „Dadurch ist es uns gelungen, offene Stellen mit geeigneten Fachkräften zu besetzen.“ Neue Mitarbeiter werden vor allem im so genannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gesucht.

Darüber hinaus gehört die Ausbildung von jungen Menschen zu den wichtigsten Maßnahmen von Bayer CropScience, um auch zukünftig über ausreichend qualifizierte Fachkräfte verfügen zu können. „In Dormagen werden in diesem Jahr wieder viele Jugendliche eine Ausbildung bei uns beginnen. Gleichzeitig setzen wir darauf, die Potenziale unserer Mitarbeiter noch besser zu nutzen und zu fördern“, sagte Stelzer.

Pflanzenschutzmittel aus Dormagen tragen zur Ernährungssicherung bei

Der weltweite Nahrungsmittelbedarf wird sich bis Mitte dieses Jahrhunderts voraussichtlich mehr als verdoppeln. Dabei können Wetterturbulenzen, Trockenheit und Überschwemmungen, Unkräuter, Pflanzenkrankheiten und schädliche Insekten ganze Ernten vernichten – mit Folgen für Landwirte weltweit und für die globale Ernährungssicherung. Mit Pflanzenschutzmitteln „made in Dormagen“ setzt Bayer weltweit Standards. Moderne Insektizide, Fungizide und Herbizide helfen, Ernten zu sichern und Erträge zu steigern.

Die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln in Dormagen begann 1962. Heute werden hier pro Jahr in den fünf Produktionsbetrieben und einem Formulierbetrieb von Bayer CropScience insgesamt über 35.000 Tonnen formulierte Pflanzenschutzmittel auf Basis von 28 Wirkstoffen hergestellt. Und das in 14 verschiedenen Formulierungstypen, vom Granulat über Flüssigkeiten und Pulver bis hin zu Emulsionen zur Saatgutbehandlung, damit sie nach der Anwendung durch den Landwirt ihre Wirkung zuverlässig entfalten können.

Prothioconazol und Bixafen: Basis für die Xpro-Technologie von Bayer

Während die Nachfrage nach Getreide steigt, gehen die globalen Reserven für Weizen, Gerste, Roggen und Triticale zurück. Und die Getreideproduktion wird nicht nur durch den Klimawandel immer schwieriger. Vor allem benötigen Landwirte heute Lösungen gegen ein breites Spektrum pilzlicher Krankheitserreger wie Echter Mehltau, Septoria tritici und Braunrost, oder gegen die gefürchtete Blattfleckenkrankheit.

Dagegen haben sich Fungizide der Xpro-Generation als ausgesprochen erfolgreich erwiesen: Dazu gehören in Deutschland Input® Xpro, Aviator® Xpro und Skyway® Xpro. Sie haben nicht nur eine kurative und protektive Wirkung, sondern sind auch wichtige Bausteine im Resistenzmanagement. Basis sind die beiden Wirkstoffe Prothioconazol und Bixafen, die seit 2004 bzw. 2008 in Dormagen hergestellt werden.

Mindestens genauso wichtig wie die Wirkstoffe ist „Leafshield“, ein einzigartiges, neu patentiertes Formulierungssystem, das aus drei verschieden wirkenden Additiven (Formulierung) und einem Emulgator besteht. Das Zusammenwirken dieser Bestandteile garantiert auch unter verschiedensten Anwendungs- und Witterungsbedingungen (Düsenart, Wasseraufwandmenge, Fahrgeschwindigkeit, wechselhafte Witterung) eine optimale Benetzung der Getreidepflanzen und damit sichere Wirkung der Bayer-Fungizide. Ohne das Know-how der Mitarbeiter im Dormagener Formulierbetrieb würde diese innovative Technologie von Bayer Landwirten nicht zur Verfügung stehen – und könnte nicht zur Ernährungssicherung beitragen.

Sivanto™ Prime: effektiv gegen Schädlinge, unbedenklich für Nützlinge

Neu im Portfolio von Bayer CropScience ist Sivanto™ aus der neuartigen Insektizid-Wirkstoffklasse der Butenolide. Dazu haben die Bayer-Forscher gleich drei verschiedene Bausteine geschickt zu dem neuen Wirkstoff Flupyradifurone kombiniert. Eines der Molekülteile, den Butenolid-Baustein, fanden die Wissenschaftler in bereits bekannten Strukturen und in der Natur: In der Heilpflanze Stemona japonica, die vor allem in Südostasien wächst, hatten asiatische Forscher eine vielversprechende Substanz identifiziert. Stemofolin, ein sogenanntes Alkaloid, hat bereits insektizide Eigenschaften. Die Forscher verknüpften diesen Butenolid-Baustein mit zwei chemischen Komponenten, um die Wirksamkeit und Selektivität des Wirkstoffs noch zu steigern.

Sivanto™ Prime wirkt effektiv gegen saugende Insekten wie Blattläuse, Weiße Fliegen, Zikaden, Blattflöhe und andere bedeutsame Schädlinge. Es bietet außerdem die Möglichkeit, Schädlinge in den Griff zu bekommen, die gegen viele marktübliche Insektizide schon resistent sind. Das neue Insektizid von Bayer CropScience eignet sich für die Anwendung in Kernobst, Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Tomaten, Melonen und Baumwolle. Entsprechend der Gebrauchsanweisung eingesetzt, hat Sivanto™ Prime keine negativen Auswirkungen auf die meisten Nützlinge sowie auf die Entwicklung von Honigbienenvölkern. Dies haben die Wissenschaftler von Bayer in zahlreichen Labor-, Gewächshaus- und Feldstudien nachgewiesen.

„Bereits im Jahr 2014 haben wir mit der Produktion erster Mengen im Vielzweckbetrieb begonnen“, erläuterte Uwe Stelzer. „Wir sind stolz, dass Sivanto™ Prime inzwischen in Honduras, Costa Rica, der Dominikanischen Republik und Anfang dieses Jahres in den USA zugelassen worden ist.“ Weitere Registrierungen für Sivanto™ Prime werden im Frühjahr 2015 in Kanada und Mexiko, im Herbst 2015 in Indien und ab 2017 in europäischen Ländern erwartet.

Sicherheit hat für Bayer CropScience oberste Priorität

Das Thema Sicherheit steht immer an oberster Stelle. Bayer CropScience verfügt am Standort Dormagen über gut ausgebildete, flexible und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vielen Jahren Erfahrung im sicheren Anlagenbetrieb, die nach höchsten technischen und organisatorischen Standards arbeiten. Ergebnis: Bayer CropScience weist eine niedrige Unfallstatistik auf. Im Jahr 2014 betrug die sogenannte „Injury Rate“ 1,1 erfasste Arbeitsunfälle je 1 Million geleistete Arbeitsstunden.

Dazu beigetragen haben nicht nur intensive Schulungen. „Hoch automatisierte Prozesse und standardisierte Prozesssteuerungssysteme zählen zu den Stärken unseres Standorts“, erklärte Stelzer. Der gesamte Standort Dormagen ist gemäß DIN ISO 9001 zertifiziert und regelmäßige Audits unterstützten die Aufrechterhaltung der hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards. „Wir werden unsere Prozesse und Verfahren weiter verbessern und so unsere Position als größter Produktionsstandort von Bayer CropScience weiter ausbauen“, zeigt sich Uwe Stelzer überzeugt; ein klares Bekenntnis zu Responsible Care und einer nachhaltigen Produktionsweise.

Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft sowie hochwertige Materialien. Bayer CropScience verantwortet als Teilkonzern der Bayer AG das Agrargeschäft und zählt mit einem Umsatz von 9,494 Milliarden Euro im Jahr 2014 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine herausragende Produktpalette mit hochwertigem Saatgut, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf chemischer und biologischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Im Bereich der nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen verfügt Bayer CropScience über ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt 23.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten. Weitere Nachrichten zum Unternehmen unter: www.presse.bayercropscience.com

Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 5. Januar 2016 Copyright © Bayer AG