Mittwoch - 25. Februar 2015

Arzneimittelinnovationen sind Versorgungsstütze im Gesundheitswesen

Kostendenken überwinden – Versorgung gesundheitsökonomisch betrachten / Balance zwischen medizinischen Fortschritten und Kostenkontrolle sichern / Zugang zu hochwertiger Arzneimittelversorgung ungehindert gewährleisten

Frankfurt/Leverkusen, 25. Februar 2015 – Die Pharmaindustrie wird ohne die Wertschätzung für Innovationen ihre wirtschaftliche Leistung nicht voll entfalten können. Frank Schöning, Geschäftsleitung der Bayer Vital GmbH, setzt darauf, dass die Industrie im gerade begonnenen Pharmadialog mit der Bundesregierung gemeinsam neue Perspektiven entwickelt.(*)

Das reine Kostendenken muss überwunden werden und die Gesamtkosten im Gesundheitswesen in Betracht gezogen werden. Arzneimittel sparen Folgekosten in anderen Sozialversicherungsbereichen, daher „Vorsicht vor einseitiger Darstellung“. Bayer setzt weiterhin auf Deutschland, fordere aber auch faire Marktbedingungen. Zwischen medizinischem Fortschritt und der Kostenkontrolle muss es eine vernünftige Balance geben. Im Sinne vieler kranker Menschen muss es ungehinderten Zugang zu einer hochwertigen Arzneimittelversorgung geben.

Mit einer kurzen Erinnerung an die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel verdeutlichte Frank Schöning den Kern ihrer Aussage: die neuen Möglichkeiten für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland. „Beide Themengebiete haben einen direkten Bezug zu unserer Branche“, so Schöning. Und die Gesundheitsindustrie versteht sich in ihrem Selbstverständnis als Innovations- und Wirtschaftsmotor.

Dies gelte uneingeschränkt auch für Bayer HealthCare und das Unternehmensmotto, Bayer: Science For A Better Life, ist Ausdruck dafür. Es geht wesentlich darum, das Leben der Menschen zu verbessern und Krankheiten zu heilen oder zu therapieren. Auch die, die bislang noch nicht behandelbar sind.

Die Arzneimittelunternehmen haben im vergangenen Jahr eine noch nie dagewesene Bilanz gezeigt: 49 Medikamente mit neuen Wirkstoffen wurden zugelassen. Dahinter steht ein Forschungs- und Entwicklungsaufwand, der nicht ohne Risiko ist. Bayer trägt mit neuen Produkten oder Indikationen wie Xarelto®, Stivarga®, Adempas®, Eylea® oder Xofigo® zu der erwähnten Bilanz bei.

„Für Patienten kann der Zugang zu neuen Arzneimitteln mitunter lebenswichtig sein“, betonte Schöning. Deswegen ist es uns auf Seiten der Industrie wichtig, dass die Kostenträger reines Kostendenken überwinden und die Versorgung gesundheitsökonomisch betrachten.

Arzneimittel sind keine Kostentreiber
Arzneimittel entfalten ihren Wert nicht nur in der Krankenversicherung, sondern mindern auch Folgekosten in der Renten- und Pflegeversicherung. „Arzneimittel sind bei weitem kein Kostentreiber“, unterstreicht der Pharmamanager und Apotheker, „Mythenbildungen was die Kostenexplosion betrifft, gehen an der Realität vorbei. Der Begriff Mondpreise scheint mir eher politisch motiviert zu sein. Arzneimittel sind heute 14 Prozent preiswerter als im Jahr 2000, die Preise für Güter des privaten Konsums sind im gleichen Zeitraum um 23 Prozent gestiegen(*1). Der Anteil der Arzneimittelausgaben an den Gesamtkosten der GKV ist seit 2009 konstant an 3. Stelle(*2). Und dennoch wird immer wieder von der Kostenexplosion gesprochen. Ich setze mich für eine sachliche, differenzierte und ganzheitliche Betrachtung der Wertigkeit von Arzneimitteln ein“, so Schöning.

Zweifellos ist die Arzneimittelindustrie auch Wirtschaftsmotor. „Unser volkswirtschaftlicher Beitrag liegt dabei weit höher als die Kosten, die unsere Arzneimittel verursachen“, sagte Frank Schöning. Der wachsende Bedarf nach neuen Arzneimitteln und die immer bessere Versorgung haben in der Vergangenheit zu Mengenausweitungen geführt. In einem offenen Dialog mit Kostenträgern und Gesellschaft geht es zukünftig um die Tatsache, dass sich an dieser grundsätzlichen Entwicklung auf Grund der Demografie kaum etwas ändern wird und Rahmenbedingungen anzupassen sind, die den Fortbestand hervorragender medizinischer Versorgung sichern.


Über Bayer HealthCare Deutschland
Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

www.gesundheit.bayer.de
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Quellen:
(*) 20. Handelsblatt Jahrestagung „Pharma 2015“ 24. bis 25. Februar 2015, Frankfurt a.M. - Vortragstitel: „Arzneimittelinnovationen: Versorgungsstütze! - Kostentreiber? - Wirtschaftsmotor!“
(*1) vfa
(*2) BMG

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Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Letzte Änderung: 7. Januar 2016 Copyright © Bayer AG