Freitag - 28. April 2017

Hauptversammlung

Aus den Ausführungen von Werner Baumann

Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG

(Es gilt das gesprochene Wort)


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

einen schönen guten Morgen! Auch ich begrüße Sie im Namen des gesamten Vorstands sehr herzlich zu unserer Hauptversammlung! Vielen Dank, dass Sie gekommen sind!

Es ist eine Premiere – und zwar das erste Mal, dass wir Sie hier im Bonner World Conference Center begrüßen dürfen.

Ich möchte Ihnen nun berichten, was wir gemeinsam im vergangenen Jahr für unsere Aktionäre erreicht haben. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich zurückblicken – und auch nach vorn. Beschreiben, wo wir stehen – und wohin wir wollen.

Ich werde erläutern, was wir bei Bayer tun, um auch in Zukunft Neues zu entwickeln. Was wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, und wie wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Ich werde einen Blick auf unser politisches und gesellschaftliches Umfeld werfen und natürlich einige Beispiele nennen, woran wir arbeiten und wie wir Menschen helfen.


(2017-1502-1)

Meine Damen und Herren,

wir blicken auf ein operativ wie auch strategisch sehr erfolgreiches Jahr zurück. Geschäftlich haben wir 2016 wieder ein neues Rekordniveau erreicht. Sowohl der Umsatz als auch das bereinigte Ergebnis sind so hoch wie nie zuvor.

Strategisch haben wir einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht. Durch die vereinbarte Übernahme von Monsanto wollen wir Bayer weiter stärken. Und wir wollen damit langfristig erheblichen zusätzlichen Wert schaffen. Für das Unternehmen, für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, und für die Gesellschaft insgesamt. Darauf werde ich nachher noch ausführlicher eingehen.

Zunächst möchte ich aber zurückblicken auf den Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres.


(2017-1502-2)

Im Geschäftsjahr 2016 konnten wir den Umsatz des Bayer-Konzerns auf 46,8 Milliarden Euro steigern. Das ist, wie gesagt, ein neuer Rekordwert für Bayer. Wenn wir Änderungen der Wechselkurse und im Portfolio berücksichtigen, ist das ein Zuwachs von 3,5 Prozent. Beim Umsatz werde ich immer von währungs- und portfoliobereinigten Veränderungen sprechen.

Unsere Life-Science-Geschäfte – also ohne Covestro – trugen mit 34,9 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei. Das entspricht einer Steigerung von 4,7 Prozent.

Auch beim Ergebnis konnten wir im vergangenen Jahr erfreulich zulegen. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA – also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – erhöhte sich um circa 10 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie steigerten wir um mehr als 7 Prozent auf 7,32 Euro.


(2017-1502-3)

Lassen Sie mich nun auf die Geschäftsentwicklung der Divisionen eingehen. Zunächst Pharmaceuticals, unser Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Hier legte der Umsatz um 8,7 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro zu. Damit sind wir erneut schneller gewachsen als der Gesamtmarkt. Auch das Ergebnis entwickelte sich sehr positiv. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA stieg um 13,8 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.

Einen wesentlichen Beitrag leisteten dabei wieder unsere fünf Hauptwachstumsprodukte. Damit meine ich unseren Gerinnungshemmer Xarelto™, das Augenmedikament Eylea™, die Krebsmedikamente Xofigo™ und Stivarga™ sowie Adempas™ gegen Lungenhochdruck. Sie erzielten zusammen einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro, verglichen mit 4,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Insbesondere unsere umsatzstärksten Produkte Xarelto™ und Eylea™ konnten deutlich zulegen – um jeweils mehr als 30 Prozent.

Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung trauen wir diesen fünf Produkten jetzt noch mehr zu. Daher haben wir im vergangenen Jahr ihr kumuliertes jährliches Spitzenumsatzpotenzial angehoben – von bisher mindestens 7,5 Milliarden Euro auf über 10 Milliarden Euro. Als kumuliertes jährliches Spitzenumsatzpotenzial bezeichnen wir die Summe der höchsten Jahresumsätze, die wir für diese Produkte erwarten.

Allein für Xarelto™ haben wir das jährliche Spitzenumsatzpotenzial von bisher 3,5 Milliarden auf über 5 Milliarden Euro erhöht. Diese Einschätzung wurde kürzlich durch eine klinische Phase-III-Studie zu Rivaroxaban – dem Wirkstoff von Xarelto™ – gestärkt. Die Compass-Studie hat untersucht, ob Rivaroxaban bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder anderen arteriellen Durchblutungsstörungen helfen kann, das Risiko schwerwiegender Ereignisse wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu verringern.

Die Studie wurde aufgrund der überragenden Wirksamkeit von Rivaroxaban vorzeitig beendet. Dies ist für uns und vor allem für die betroffenen Patienten ein sehr erfreuliches Ergebnis. Wir sind sehr zuversichtlich, dass Xarelto™ nach der behördlichen Prüfung zugelassen wird und dann Patienten auch in dieser Indikation zur Verfügung steht.


(2017-1502-4)

Kommen wir nun zu Consumer Health. Hier konnten wir unsere ambitionierten Ziele im Jahr 2016 nicht erreichen. In unserem Geschäft mit verschreibungsfreien Gesundheitsprodukten erhöhte sich der Umsatz um 3,5 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Dies entsprach in etwa der Entwicklung des Wettbewerbs. Das bereinigte EBITDA wurde durch höhere Herstellungskosten und negative Währungseffekte belastet. Es ging um 3,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurück.

Werfen wir auch hier einen Blick auf die wichtigsten Produkte. Erfreulich entwickelten sich vor allem Canesten™ für die Haut- und Intimgesundheit sowie das Vitaminpräparat Elevit™. Beide erzielten zweistellige Umsatzzuwächse. Auch das Geschäft mit Bepanthen™ / Bepanthol™ – unseren Wundheilungs- und Hautpflegemitteln – legte deutlich zu. Bei Claritin™, unserem Mittel gegen Allergien, ging der Umsatz dagegen zurück.

Unsere Produkte der Marke Aspirin™ erzielten zum ersten Mal einen Umsatz von einer Milliarde Euro – ein Plus von 5 Prozent. Dabei ist das Geschäft des verschreibungs-pflichtigen Produkts Aspirin™ Cardio eingerechnet.


(2017-1502-5)

Für unsere Division Crop Science blieb das Marktumfeld im vergangenen Jahr weiter schwach, vor allem in Lateinamerika. Dennoch konnten wir beim Umsatz mit 9,9 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahrs halten. Der Rückgang in Lateinamerika wurde durch Zuwächse in den anderen Regionen ausgeglichen. Das bereinigte EBITDA lag mit 2,4 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau – auch aufgrund positiver Währungseffekte.

Im Bereich Pflanzenschutz war vor allem der Umsatz mit Insektiziden und Herbiziden rückläufig. Das Geschäft mit Fungiziden, also mit Mitteln gegen Pilzbefall, entwickelte sich dagegen positiv. Auch der Bereich Saatgutbehandlung konnte zulegen.

Besonders erfreulich entwickelte sich das Saatgutgeschäft. Hier konnte der Umsatz um gut 8 Prozent gesteigert werden. Bei Environmental Science, unserem Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln außerhalb der Landwirtschaft, legten wir mit einem Plus von 4,5 Prozent ebenfalls deutlich zu.


(2017-1502-6)

Last but not least – unsere Geschäftseinheit Animal Health. Hier stieg der Umsatz um 4,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag auf dem Niveau des Vorjahrs bei 349 Millionen Euro.

Vor allem das Floh- und Zeckenhalsband Seresto™ erzielte mit plus 55 Prozent ein sehr starkes Wachstum. Der Umsatz mit den Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln der Advantage™-Produktfamilie blieb auf dem Niveau des Vorjahrs.

Lassen Sie mich diesen Überblick über die Geschäftszahlen mit einigen kurzen Anmerkungen zu Covestro beschließen. Seit dem Börsengang im Oktober 2015 hat sich Covestro hervorragend entwickelt. Der Umsatz von Covestro lag im vergangenen Jahr mit 11,8 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahrs. Das EBITDA vor Sondereinflüssen konnte dagegen deutlich auf rund 2 Milliarden Euro gesteigert werden. Dies lag unter anderem an Kostenentlastungen durch gesunkene Rohstoffpreise.

Vor einigen Wochen haben wir unseren Anteil an Covestro von etwa 64 Prozent auf rund 53 Prozent reduziert. Damit bleibt Bayer Mehrheitsaktionär, und Covestro wird weiterhin voll in den Bayer-Konzernabschluss einbezogen. Wir haben aber unverändert die Absicht, uns mittelfristig vollständig von Covestro zu trennen.


(2017-1502-7)

Sie sehen: Bayer bleibt auf Erfolgskurs. Daran möchten wir selbstverständlich auch Sie in angemessenem Umfang beteiligen. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 2,70 Euro je Aktie zu zahlen. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf eine Ausschüttungssumme von über 2,2 Milliarden Euro. Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat bitten wir Sie, diesem Vorschlag heute zuzustimmen.

Meine Damen und Herren,

die guten Zahlen sind das Ergebnis dessen, was Bayer und seine Mitarbeiter wirklich ausmacht. Wir wollen die Lebensqualität der Menschen verbessern. Das ist es, was uns antreibt.

Was das konkret bedeutet, möchten wir Ihnen in einem kurzen Film zeigen. Es geht um unser Allergiemittel Claritin™, das umsatzstärkste Produkt bei Consumer Health. Wir haben es im Zuge der Übernahme des Consumer-Care-Geschäfts von Merck & Co. erworben.

Bitte beachten Sie, dass die globale Marke Claritin™ in Deutschland nicht erhältlich ist. Das liegt daran, dass sich die regionalen Märkte für verschreibungsfreie Arzneimittel zum Teil stark unterscheiden. Daher wird nicht jedes Consumer-Health-Produkt in jedem Land angeboten. Der Hauptmarkt für Claritin™ liegt in den USA.

Sehen wir uns nun an, wie Claritin™ dazu beiträgt, dass Menschen mit Allergien ein unbeschwerteres Leben führen können.

Das meinen wir, wenn wir von einem Gewinn an Lebensqualität sprechen! Übrigens: Je nach Region leiden zwischen 10 und 20 Prozent der Menschen an allergischen Reaktionen in den oberen Atemwegen.


(2017-1502-8)

Meine Damen und Herren,

lassen Sie mich nun zur vereinbarten Übernahme von Monsanto kommen. Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen die Attraktivität unseres Vorhabens heute persönlich erläutern kann.

Die Übernahme von Monsanto passt perfekt zu unserer Strategie: Wir wollen mit unseren Life-Science-Geschäften auf attraktiven, innovationsgetriebenen Märkten führende Positionen einnehmen.

Und wir sind überzeugt: Gemeinsam mit Monsanto können wir durch mehr Innovation, stärkeres Wachstum und größere Effizienz langfristig erheblichen zusätzlichen Wert schaffen.

Zudem folgen wir mit dieser Übernahme unserem Leitsatz „Science For A Better Life“. Denn die Verbindung dieser beiden innovationsstarken Unternehmen würde vor allem auch für die Gesellschaft Gutes schaffen. Im Jahr 2050 werden voraussichtlich fast zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Wie können sie alle mit qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Produkten ernährt werden – und das, obwohl die verfügbare Ackerfläche pro Kopf zurückgeht? Das ist eine der drängendsten Fragen unserer Zeit.

Um diese Herausforderung zu bewältigen, muss auf der vorhandenen Fläche mehr produziert werden: Es gilt, die landwirtschaftliche Produktion bis zum Jahr 2050 um
50 Prozent zu steigern – so die Schätzung der Welternährungsorganisation.

Um das auf nachhaltige Weise zu erreichen, braucht es neue Ideen und den Mut, sie auch in die Tat umzusetzen. Mit einem Wort: Dafür brauchen wir Innovation. Indem wir unsere Kompetenzen mit denen von Monsanto zusammenbringen, können wir noch besser dazu beitragen, die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern.

Wir schaffen ein führendes Innovationsunternehmen. Wäre der Zusammenschluss schon vollzogen, würden die Forschungs- und Entwicklungsausgaben zusammen bei rund 2,5 Milliarden Euro liegen – allein im Agrarbereich!

Gemeinsam könnten wir Landwirten auf der ganzen Welt ein überzeugendes Produkt-angebot machen: von Saatgut und Pflanzeneigenschaften bis zur Bekämpfung von Unkraut, Schädlingen und Pflanzenkrankheiten. Eine gute Beratung der Kunden wird dabei eine immer größere Rolle spielen. Dies gilt gerade auch im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung in der Landwirtschaft. Auch hier würde Monsanto wertvolle Kompetenzen einbringen.

Und lassen Sie mich betonen: Der Erwerb von Monsanto wird nicht auf Kosten unserer anderen Geschäfte gehen. Das organische Wachstum in den Bereichen Pharmaceuticals, Consumer Health und Animal Health werden wir unverändert weiter vorantreiben. Die nötigen Mittel für Investitionen in unsere Standorte sowie für kleinere Übernahmen und Einlizenzierungen werden weiter zur Verfügung stehen.

Natürlich ist uns bewusst, dass Monsanto in einigen Ländern – vor allem in Europa – keinen guten Ruf hat. Und man kann darüber streiten, ob das Unternehmen in der Öffentlichkeit immer glücklich agiert hat. Wir haben Monsanto aber ganz anders kennengelernt. Monsanto ist ein modernes, hoch innovatives und hervorragend geführtes Biotechnologie-Unternehmen. Es gehört in den USA zu den innovativsten Unternehmen, und es ist dort einer der beliebtesten Arbeitgeber.

Das Image von Monsanto ist auch ein Ergebnis massiver Kampagnen. Den Machern dieser Kampagnen ist es gelungen, das Unternehmen zu einem Symbol zu machen. Für viele ist Monsanto heute der Inbegriff einer bestimmten Form der Landwirtschaft, die sie ablehnen.

Diese Kritik richtet sich vor allem auch gegen die Grüne Gentechnik. Aber lassen Sie mich an dieser Stelle noch einmal betonen: Für die Ängste, die von den Gegnern dieser Technologie geschürt werden, gibt es keinerlei faktische Grundlage. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Grüne Gentechnik sicher ist. Und sie kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Aus diesem Grund haben sich im vergangenen Jahr mehr als 100 Nobelpreisträger in einem offenen Brief für den Einsatz der Grünen Gentechnik ausgesprochen.

Natürlich bedeutet das Image von Monsanto eine große Herausforderung für uns. Das möchte ich nicht kleinreden. Aber wir stellen uns dieser Herausforderung mit all dem, was uns geprägt hat: Offenheit, Kompetenz und Verantwortung.

Das bedeutet vor allem zweierlei. Erstens: Wir werden den Dialog mit der Öffentlichkeit in Zukunft weiter verstärken. Das gilt auch für kritische Interessengruppen, sofern sie an einem fairen und sachlichen Austausch interessiert sind.

Und zweitens: Wir werden das kombinierte Geschäft nach Abschluss der Übernahme nach unseren Maßstäben führen, wie in allen übrigen Geschäftsfeldern auch. Ohne Wenn und Aber.


(2017-1502-9)

Meine Damen und Herren,

unser Unternehmen orientiert sich an einer langfristigen Strategie, und so ist auch eine langfristige Wertschaffung für uns entscheidend. Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre macht die Stärke und die Stabilität der Bayer-Aktie deutlich: Der Kurs stieg um 144 Prozent. Hinzu kommen die Dividendenerträge.

Ein langfristig orientierter Anleger, der damals 10.000 Euro in unsere Aktie investierte und die Dividenden wieder in Bayer-Aktien anlegte, verfügte am Ende des Jahres 2016 über ein Vermögen von mehr als 30.000 Euro. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von fast 12 Prozent. Damit entwickelte sich unsere Aktie deutlich besser als wichtige Vergleichsindizes: Beim DAX betrug die durchschnittliche jährliche Zuwachsrate im gleichen Zeitraum knapp 6 Prozent, beim Euro Stoxx50 gerade mal ein Prozent. Ich denke, Sie stimmen mit mir überein, dass sich unsere Entwicklung durchaus sehen lassen kann.

Diese Wertsteigerung fortzusetzen, ist unser Ziel. Und dazu wird nach unserer Überzeugung auch der Erwerb von Monsanto beitragen. Wir haben seit Bekanntgabe unserer Übernahmepläne immer wieder erläutert, welche Überlegungen hinter dieser Transaktion stehen. Im Rahmen des intensiven Dialogs scheinen die Logik und die Attraktivität des Zusammenschlusses zunehmend besser verstanden zu werden. Das zeigt auch unser Aktienkurs. Der Kurs liegt jetzt klar über dem Wert, den er vor der Bekanntgabe des Angebots hatte.
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(2017-1502-10)

Wo stehen wir nun im Prozess?

Einen guten Teil der Wegstrecke haben wir schon zurückgelegt. Nach der Unterzeichnung der Übernahmevereinbarung im September haben die Monsanto-Aktionäre auf einer vorgeschriebenen außerordentlichen Hauptversammlung im Dezember der Transaktion zugestimmt.

Wir wurden mehrfach gefragt, warum wir für diesen Schritt nicht auch die Zustimmung der Bayer-Hauptversammlung einholen. Lassen Sie mich dazu Folgendes sagen: Für den Abschluss des Vertrags war und ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats zuständig. Eine Zustimmung der Hauptversammlung zum Abschluss des Vertrags mit Monsanto ist weder gesetzlich noch satzungsmäßig vorgesehen.

Sollten wir einen solchen Beschluss freiwillig einholen? Theoretisch ist das eine Option. Es wäre aber mit weitreichenden Risiken verbunden. Wir müssten mit Anfechtungsklagen einzelner Aktionäre gegen den Beschluss rechnen. Dies würde voraussichtlich zu langwieriger Rechtsunsicherheit führen. Es könnte die Transaktion gefährden und zu einem Rechtsstreit mit Monsanto führen. Nach unserer Überzeugung wäre dies nicht im Interesse von Bayer und seinen Aktionären.

Lassen Sie mich nun zum Stand der Finanzierung der Transaktion kommen. Auch hier kommen wir gut voran. Die erste Eigenkapitalmaßnahme haben wir im November 2016 schon umgesetzt – mit der erfolgreichen Platzierung einer Pflichtwandelanleihe. Sie wird bei Fälligkeit mit neuen Aktien der Bayer AG getilgt. Mit 4 Milliarden Euro war es die größte Pflichtwandelanleihe, die ein Unternehmen außerhalb des Finanz- und Bankensektors in Europa je platziert hat.

Außerdem planen wir, wie angekündigt, eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten vorzunehmen. Details hierzu werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben.

Als weitere Finanzierungsschritte planen wir Unternehmensanleihen und Hybridanleihen. Hybridanleihen sind nachrangige Unternehmensanleihen mit sehr langer Laufzeit. Sie werden von den Ratingagenturen anteilig wie Eigenkapital behandelt.

Vor allem aber machen wir auch gute Fortschritte bei den behördlichen Verfahren zur Kartellfreigabe der Transaktion. Bei fast allen von ca. 30 Behörden haben wir bereits Freigabeanträge eingereicht.

In den USA befinden wir uns derzeit wie erwartet in der zweiten Phase des Freigabe-verfahrens. Wir beantworten Fragen des Justizministeriums, das den Prozess führt. Eine solche vertiefende Prüfung ist in den USA nicht ungewöhnlich.

Auch bei CFIUS, dem Ausschuss zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen in den USA, haben wir die Genehmigung der Übernahme beantragt.

In Europa bereiten wir die Einreichung derzeit vor und planen, den Antrag im 2. Quartal 2017 zu stellen.

Unsere Geschäfte ergänzen sich hinsichtlich der Produktsortimente sowie der geografischen Verteilung und weisen nur wenige Überlappungen auf. Daher sind wir zuversichtlich, dass wir alle erforderlichen Genehmigungen erhalten werden. Wir werden hier mit den Behörden zusammenarbeiten, um angemessene Lösungen für vorhandene Überschneidungen zu finden.

Insgesamt erwarten wir weiterhin, die Transaktion bis Ende 2017 abschließen zu können. Vor diesem Hintergrund treffen wir alle notwendigen Vorbereitungen, um einen zeitnahen Abschluss der Übernahme und die Integration der beiden Unternehmen zu ermöglichen.

Meine Damen und Herren,

um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, muss die Produktivität in der modernen Landwirtschaft deutlich gesteigert werden. Dafür müssen wir den Landwirten weltweit Lösungen bieten, die optimal auf ihre lokalen Bedingungen zugeschnitten sind.

Ich habe eben schon kurz erwähnt, dass dabei die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen wird. Wir reden hier nicht über Science Fiction. Der Wandel ist längst in vollem Gang. Wohin die Reise geht, zeigt der folgende Film über eine Farm in Brasilien.


(2017-1502-11)

Wie Sie sehen, kann die Digitalisierung in der Landwirtschaft großen Nutzen bringen. Für die Menschen, die damit arbeiten, aber auch für die Umwelt. Bayer tritt an, solche zukunftsweisenden Entwicklungen mit voranzutreiben. Denn Innovation ist unsere Kernkompetenz. Darauf beruht unser Unternehmenserfolg.

Lassen Sie mich nun etwas ausführlicher erläutern, was wir alles tun, um unsere Innovationskraft weiter zu stärken. Die Grundlage ist Exzellenz in Forschung und Entwicklung – auch in der frühen Forschung, die dazu dient, unser Wachstum langfristig zu sichern.

Wir verfügen über ein globales Netzwerk an Forschungs- und Entwicklungsstandorten mit mehr als 14.000 Forschern in den Life Sciences. Und wir haben unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung auch im vergangenen Jahr wieder erheblich gesteigert. In den Life-Science-Bereichen gaben wir 4,4 Milliarden Euro dafür aus, rund 90 Prozent davon bei Pharmaceuticals und Crop Science. Bezogen auf den Umsatz waren das fast 13 Prozent. Auch dies ist übrigens ein neuer Höchstwert.

Diese Anstrengungen zahlen sich aus, das zeigen unsere Entwicklungspipelines.

Bei Crop Science dürfte das kombinierte Spitzenumsatzpotenzial der Bayer-Pipeline für Pflanzenschutz und Saatguttechnologie bei insgesamt über 5 Milliarden Euro liegen. Dies bezieht sich auf Produkte, die zwischen 2015 und 2020 auf den Markt kommen sollen.

Bei Pharmaceuticals haben wir eine ganze Reihe vielversprechender Produktkandidaten in der klinischen Entwicklung. Sechs von ihnen – in der mittleren bis späten Pipeline – haben ein kombiniertes Spitzenumsatzpotenzial, das wir auf insgesamt mindestens 6 Milliarden Euro schätzen.

Aber in der Forschung kann heutzutage niemand mehr alles alleine machen. Man braucht auch exzellente Partner, um an der Spitze der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung zu bleiben – mit der Aussicht, Durchbrüche etwa bei der Behandlung oder sogar Heilung von Krankheiten zu erreichen.

Hier sind wir im vergangenen Jahr weiter vorangekommen. Zum Beispiel haben wir gemeinsam mit Versant Ventures das Unternehmen BlueRock Therapeutics gegründet. Es soll Stammzell-Therapien zur Heilung verschiedener Krankheitsbilder entwickeln. Ermöglicht wird dies durch strategische Allianzen mit führenden Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Industrie.

Bayer und Versant haben für dieses Projekt 225 Millionen US-Dollar bereitgestellt – eine der größten Anschubfinanzierungen für ein Biotechnologie-Unternehmen. Diese wird BlueRock dazu nutzen, eine Vielzahl von Programmen in die klinische Phase zu führen. Der Schwerpunkt wird zunächst auf Herz-, Gehirn- und Nervenerkrankungen liegen.

BlueRock Therapeutics ist die zweite große Investition des Bayer Lifescience Center. Das Lifescience Center soll bahnbrechende wissenschaftliche Fortschritte in Medizin und Landwirtschaft schnell identifizieren, fördern und zugänglich machen. Dazu dienen Kooperationen oder Joint Ventures mit erstklassigen Biotechnologie-Unternehmen und akademischen Instituten.

Über die Vernetzung mit externen Partnern erhalten wir Zugang zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden. Das ist für unsere Forscher enorm wichtig. Denn sie wollen die Probleme lösen, an denen sie forschen. Und davon erzählt unser dritter Film.

Meine Damen und Herren,

wer hat nicht schon einmal einen Fall von Krebs im Freundeskreis oder in der Verwandtschaft erlebt? Und wer wünscht sich nicht, dass wir diese schreckliche Krankheit eines Tages besiegen?


(2017-1502-12)

Wie Sie gesehen haben, unternehmen wir große Anstrengungen, um unsere Innovations-kraft weiter zu stärken. Aber unser Erfolg als innovatives Life-Science-Unternehmen hängt auch von unserem Umfeld ab. In bewegten Zeiten wie diesen gilt das in besonderem Maße. Erlauben Sie mir dazu an dieser Stelle einige kurze Anmerkungen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass wir Innovation brauchen. Neue Produkte und Technologien sind die Basis für Wachstum und Wohlstand.

Als Unternehmen können wir dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Unsere hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung sind aber mit großen Risiken verbunden. Zum Beispiel kostet die Entwicklung eines neuen Medikaments heute im Durchschnitt mehr als eine Milliarde Euro und dauert meist länger als zehn Jahre.

Im Bereich des chemischen Pflanzenschutzes sieht es ähnlich aus. Hier liegen die Kosten für die Entwicklung eines neuen Produkts im Schnitt bei 250 Millionen Euro. Es vergehen in der Regel 10 bis 14 Jahre vom ersten Labortest bis zur Marktzulassung. Von 150.000 Substanzen, die geprüft werden, schaffen es nur eine oder zwei auf den Markt.

Vor diesem Hintergrund brauchen wir auf unseren Märkten verlässliche und innovations-freundliche Rahmenbedingungen. Leider gibt es hier einigen Grund zur Sorge. Zwei Punkte möchte ich nennen.

Erstens: Wir beobachten seit einiger Zeit eine besorgniserregende Veränderung in der politischen Diskussionskultur. So ist es heute leider nicht mehr selbstverständlich, dass Regulierungsdiskussionen sachlich geführt werden. Immer häufiger werden sie zum Spielball politischer Interessen. Sie werden damit für uns unberechenbar, wie zum Beispiel bei der Zulassung bzw. Zulassungsverlängerung von Wirkstoffen im Pflanzenschutz. Wir brauchen aber verlässliche Rahmenbedingungen – und damit eine Regulierung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Nur so können wir als Unternehmen langfristig für unsere Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre erfolgreich wirtschaften.

Das gilt auch für öffentliche Diskussionen über neue Technologien. Natürlich ist eine Risikobetrachtung von essentieller Bedeutung, um einen regulatorischen Rahmen für neue Technologien setzen zu können. Es ist allerdings genauso wichtig, auch die Chancen zu betrachten. Nur so können Unternehmen langfristige Investitionen tätigen und zu einer prosperierenden Gesellschaft beitragen.

Deshalb setzen wir uns zum Beispiel dafür ein, auf europäischer Ebene ein Innovationsprinzip einzuführen. Das würde bedeuten: Alle neuen Gesetze werden auf ihre Folgen für die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft überprüft. Dies würde das Vorsorgeprinzip, das gut und wichtig ist, sinnvoll ergänzen. Beide Prinzipien zusammen könnten für eine ausgewogenere Betrachtung von Nutzen und Risiko neuer Technologien sorgen.

Zweitens: Für ein innovationsfreundliches Umfeld ist ein gutes Bildungsniveau heutzutage wichtiger denn je. Kluge und kreative Köpfe tragen erheblich zu Innovation, Wachstum und Wohlstand bei. Sie sind unsere wichtigste Ressource.

Außerdem schafft Bildung Perspektive und Zusammenhalt. Das gilt gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Zuwanderung. Es muss uns gelingen, die vielen oft jungen Menschen, die vor Krieg und Gewalt nach Europa flüchten, dauerhaft zu integrieren. Der beste Weg dorthin ist ein schneller Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung.

Schulen, Hochschulen und Kindergärten müssen daher finanziell gut ausgestattet sein. Ich bin überzeugt, dass viele Länder hier mehr tun müssen, darunter auch Deutschland. Zum Beispiel betragen die Ausgaben für Bildung – öffentlich und privat – hierzulande nur gut 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das ist deutlich weniger als der Durchschnitt der OECD-Länder, der zuletzt bei 5,2 Prozent lag.

Meine Damen und Herren,

erlauben Sie mir an dieser Stelle einige kurze Anmerkungen zu Europa. Die Europäische Union steckt in einer Sinnkrise. Die Fliehkräfte nehmen zu. Mit Großbritannien will zum ersten Mal ein Land aus der Union austreten und eigene Wege gehen.

In dieser Situation kommt es darauf an, dem europäischen Gedanken neue Kraft zu geben. Wir dürfen nicht zulassen, dass die großen Errungenschaften der Europäischen Union zerredet werden.

Wir dürfen uns aber auch nicht auf diesen Errungenschaften ausruhen. Stattdessen brauchen wir eine konstruktive Reformdebatte in der EU, damit sie langfristig attraktiv bleibt. Kommissionspräsident Juncker hat mit seinem „Weißbuch zur Zukunft Europas“ einen solchen Diskussionsprozess angestoßen. Das ist sehr zu begrüßen. Denn wir alle brauchen ein zukunftsfähiges und prosperierendes Europa.


(2017-1502-13)

Ich habe eben schon erwähnt, wie wichtig Bildung und Ausbildung für die Innovationsfähigkeit eines Landes sind. Das gleiche gilt natürlich auch für uns als Unternehmen. Wir wollen die besten Köpfe gewinnen und halten. Denn wir wissen: Ihr Können, ihr Engagement und ihre Ideen sind ganz entscheidend für den Geschäftserfolg. Sie machen Bayer zu dem großartigen Unternehmen, das es ist.

Deshalb möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dieser Stelle ausdrücklich für ihren Einsatz und ihr phantastisches Engagement herzlich danken!

Selbstverständlich beteiligen wir sie auch in diesem Jahr wieder am Unternehmenserfolg. Für das Geschäftsjahr 2016 sind über 1,4 Milliarden Euro für die Beschäftigten vorgesehen.

Eine angemessene Vergütung ist wichtig. Aber was Bayer zu einem attraktiven Arbeitgeber macht, geht weit darüber hinaus. Unsere Mitarbeiter wissen, dass sie bei Bayer etwas bewegen können. Sie profitieren von vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, einem umfangreichen Weiterbildungsangebot, flexiblen Arbeitszeiten und Unterstützung bei der Kinderbetreuung.

Dass Bayer ein attraktiver Arbeitgeber ist, spricht sich auch herum. Das zeigt zum Beispiel die jüngste Umfrage des Focus-Magazins unter 100.000 Beschäftigten. Dabei wurde Bayer branchenübergreifend zum „Besten Arbeitgeber Deutschlands 2017“ gewählt. Auch in vielen anderen Ländern der Welt gehört Bayer zu den beliebtesten Arbeitgebern. Ich glaube, darauf können wir stolz sein.

Übrigens ist auch eine vielfältige Mitarbeiterstruktur heute ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Sie verschafft Unternehmen ein besseres Verständnis von Märkten und Konsumentengruppen. Und sie steigert nachweislich die Problemlösungs- und Innovationskraft.

Auch hier machen wir gute Fortschritte. Bayer ist heute gelebte Vielfalt. Insgesamt sind Menschen aus rund 150 Nationen im Unternehmen beschäftigt. Rund 21 Prozent der Führungskräfte stammen aus Ländern außerhalb von Westeuropa oder Nordamerika. Diesen Anteil wollen wir bis 2020 auf 25 Prozent anheben.

Ähnlich ambitionierte Ziele setzen wir uns bei der Besetzung von leitenden Positionen mit weiblichen Führungskräften. Wir haben den Frauenanteil im oberen Management in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert: von 21 Prozent im Jahr 2010 auf rund 29 Prozent Ende vergangenen Jahres. Ohne Covestro waren es 31 Prozent. Bis 2020 möchten wir diesen Anteil auf 35 Prozent erhöhen.

Meine Damen und Herren,

es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Menschen gerne für Bayer arbeiten. Sie wissen und schätzen, dass nachhaltiges Handeln und die Verantwortung für die Gesellschaft in unserer Unternehmenskultur fest verankert sind.

Jahr für Jahr leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Zum einen natürlich durch unsere Geschäftstätigkeit und unsere innovativen Produkte. Aber auch durch ein klares Bekenntnis zum Schutz der Umwelt und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Und schließlich durch unser vielfältiges humanitäres Engagement und gemeinnützige Aktivitäten.

Dies wird übrigens weltweit anerkannt. Globale Indizes für Nachhaltigkeit und soziales Engagement bewerten Bayer als führend in der Branche. Im Dow Jones Sustainability World Index sind wir beispielsweise seit dessen Gründung im Jahr 1999 ununterbrochen vertreten. Das gleiche gilt für den FTSE4Good Index, den es seit 2001 gibt. Solche Indizes sind auch deshalb wichtig, weil sie Investoren als Orientierung dienen.

Was tun wir konkret? Ich möchte nur zwei Beispiele herausgreifen.

Auch im vergangenen Jahr haben wir wieder Menschen geholfen, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind. So haben wir bei schweren Erdbeben in Ecuador und Japan – wie schon häufig zuvor – kostenfrei Medikamente zur Verfügung gestellt.

Im sozialen Bereich unterstützen wir das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Ehrenamtsprogramm der Bayer Cares Foundation. Im vergangenen Jahr wurden 73 ehrenamtliche Projekte von Mitarbeitern in 37 Ländern neu in die Förderung aufgenommen. Das Fördervolumen beträgt insgesamt rund 340.000 Euro.

Seit dem Start des Programms im Jahr 2007 haben Bayer-Mitarbeiter mittlerweile mehr als 500 Sozialprojekte in 66 Ländern realisiert. Unsere Sozialstiftung hat dafür Fördermittel in Höhe von insgesamt fast 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Alle Förderprojekte tragen im Umfeld unserer Standorte mit innovativen Ansätzen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich so für die Verbesserung der Lebensverhältnisse einsetzen, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken!


(2017-1502-14)

Meine Damen und Herren,

lassen Sie mich nun kurz auf die aktuelle Geschäftsentwicklung eingehen. Gestern haben wir unsere Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Sie zeigen, dass wir sehr erfolgreich ins neue Jahr gestartet sind.

Der Konzern steigerte den Umsatz auf 13,2 Milliarden Euro. Das sind währungs- und portfoliobereinigt plus 9,4 Prozent. Das bereinigte EBITDA stieg um deutliche 14,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Alle Segmente konnten ihre operative Performance steigern. Eine sehr gute Geschäftsentwicklung verzeichneten wir bei Pharmaceuticals.

Unseren Konzernausblick für 2017 haben wir wegen des signifikanten Umsatz- und Ergebnisanstiegs von Covestro angehoben.


(2017-1502-15)

Damit kommen wir zu unseren Finanzzielen für das laufende Jahr. Wir rechnen mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung des Bayer-Konzerns und streben ein weiteres Rekordjahr an.

Wie Sie auf der Folie sehen, planen wir für den Bereich Life Sciences unverändert einen Umsatz von circa 37 Milliarden Euro. Dies entspricht währungs- und portfoliobereinigt einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll in unseren Life-Science-Geschäften im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich erhöht werden.

Für den gesamten Konzern – also inklusive Covestro – planen wir jetzt, den Umsatz auf etwa 51 Milliarden Euro zu erhöhen. Dies entspricht währungs- und portfoliobereinigt einem Anstieg im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll nun im unteren Zehner-Prozentbereich wachsen und das bereinigte Ergebnis je Aktie im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich.


(2017-1502-16)

Meine Damen und Herren,

wir sind zuversichtlich für das Jahr 2017 – aber auch darüber hinaus. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir gute Gründe dafür haben.

Bayer hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Life-Science-Unternehmen mit fokussiertem Portfolio entwickelt. Wir sind nun hervorragend positioniert, um an aktuellen technologischen Entwicklungen in den Life Sciences teilzuhaben und sie voranzutreiben.

Im vergangenen Jahr haben wir mit der Vereinbarung, Monsanto zu übernehmen, eine weitere wichtige Weichenstellung vorgenommen. Dadurch würden wir Bayer als Life-Science-Unternehmen weiter stärken. Es ist der richtige Schritt zur rechten Zeit, und er ist gut für alle unsere Stakeholder: für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, für unsere Kunden und Mitarbeiter – und für die Gesellschaft insgesamt.

So können wir künftig noch besser dazu beitragen, drängende Probleme zu lösen und die Lebensqualität vieler Menschen zu verbessern. Dafür stehen wir. Das meinen wir mit Bayer: Science For A Better Life.

Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, möchte ich sehr herzlich danken: für Ihr Vertrauen und dafür, dass Sie uns auf unserem Weg unterstützen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!



Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Tatsächliche Ergebnisse können wesentlich von den in solchen zukunftsgerichteten Aussagen enthaltenen Einschätzungen oder Vorhersagen abweichen. Faktoren, die zu einem solchen Abweichen tatsächlicher Ergebnisse führen können, sind unter anderem: Ungewissheiten bezüglich des Zeitpunkts des Vollzugs der Transaktion; das Risiko, dass die Parteien die von dem Unternehmenszusammenschluss erwarteten Synergien und Effizienzsteigerungen nicht innerhalb des erwarteten Zeitraums (oder überhaupt nicht) erzielen oder die Integration des Geschäftsbetriebs der Monsanto Company („Monsanto“) in die Bayer Aktiengesellschaft („Bayer“) nicht gelingt; dass die Integration von Monsanto schwieriger, zeitaufwendiger oder teurer verläuft als erwartet; dass die Umsätze nach dem Vollzug der beabsichtigten Transaktion niedriger ausfallen als angenommen; dass Betriebskosten, der Verlust bestehender Kundenbeziehungen oder Störungen des gewöhnlichen Geschäftsablaufs infolge der Ankündigung der Transaktion (einschließlich Schwierigkeiten in der Aufrechterhaltung bestehender Beziehungen mit Arbeitnehmern, Kunden oder Lieferanten) höher bzw. schwerwiegender ausfallen als erwartet; der mögliche Verlust wichtiger Schlüsselarbeitnehmer von Monsanto; Risiken im Zusammenhang mit der Ablenkung des Managements von Monsanto vom operativen Tagesgeschäft durch die Transaktion; dass die Bedingungen für den Vollzug der beabsichtigten Transaktion nicht erfüllt werden oder die erforderlichen behördlichen Genehmigungen nicht planmäßig oder zu den erwarteten Bedingungen eingeholt werden können; die Erfüllbarkeit der Erwartungen der Parteien hinsichtlich des Zeitpunkts, des Vollzugs sowie der steuerlichen und bilanziellen Behandlung des Unternehmenszusammenschlusses; die Folgen der Refinanzierung der im Zusammenhang mit der Transaktion aufgenommenen Kredite, die Folgen der Fremdkapitalaufnahme durch Bayer im Zusammenhang mit der Transaktion sowie deren mögliche Auswirkungen auf das Rating von Bayer; die Auswirkungen des Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto, einschließlich der zukünftigen Finanzlage, des operativen Ergebnisses, der Strategie sowie der Pläne des kombinierten Unternehmens; weitere Faktoren, die in dem von Monsanto bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission („SEC“) eingereichten Jahresbericht (Form 10-K) für das am 31. August 2016 zu Ende gegangene Geschäftsjahr und anderen von Monsanto bei der SEC eingereichten Berichten (erhältlich unter www.sec.gov und auf Monsantos Webseite unter www.monsanto.com) beschrieben sind; sowie andere Faktoren, die in den von Bayer veröffentlichten Berichten (erhältlich auf der Bayer-Webseite www.bayer.de) beschrieben sind. Soweit rechtlich nicht anders vorgeschrieben, übernehmen Bayer und Monsanto keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Informationen zu aktualisieren. Zukunftsgerichteten Aussagen, deren Wirkung lediglich auf das Datum dieser Mitteilung abstellt, sollte keine unangemessene Bedeutung beigemessen werden.

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