Dienstag - 24. März 2015

Aktuelle Strategien zur Bekämpfung von Weideparasitosen beim Rind:

Parasiten selektiv bekämpfen

Gezielter Einsatz von Medikamenten trägt zum Wohl von Tier, Verbraucher und Umwelt bei

Leverkusen/Kevelaer, 24. März 2015 – Bei Rindern sind Magen-Darm-Würmer sowie Lungenwürmer weit verbreitet und stellen die häufigste Weidekrankheit dar. Jungtiere, die das erste Mal auf die Weide kommen, sind besonders gefährdet. Durchfall, verzögerte Entwicklung der Tiere, Abmagerung und stumpfes Fell sind typische Symptome einer Infektion. Dies kann zu schlechterer Fruchtbarkeit, Anfälligkeit für Erkrankungen, Leistungseinbußen und damit verbundenen erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen.

Bayer HealthCare Deutschland besitzt ein breites Portfolio an Präparaten gegen Ekto- und Endoparasiten. Eine multifokale Diagnostik, gemeinsam mit selektiven Entwurmungsstrategien und Managementmaßnahmen senkt die Gefahr von Wirkungsverlusten, verbessert das Tierwohl, reduziert den Anthelminthikaeinsatz und schont gleichzeitig die Umwelt. Mit dieser Strategie trägt Bayer HealthCare Deutschland ganz entscheidend zur nachhaltigen Sicherung der Therapiemöglichkeiten bei und steigert die Wirtschaftlichkeit der modernen Weidehaltung von Rindern.

Selektive Parasitenbekämpfung senkt deutlich den Bedarf an Parasitiziden
Studien der Universität Gießen und des Thünen-Instituts aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass eine selektive Entwurmung, kombiniert mit einem Weidewechsel die Wirkung optimal aufrechterhalten kann. Je nach System sind 50 bis 90 Prozent weniger Antiparasitika nötig. Eine selektive Bekämpfungsstrategie besteht aus mehreren Komponenten, wie weidehygienische Maßnahmen, Weidewechsel und Behandlung mit Antiparasitika.

Bei der selektiven Entwurmung werden ganz gezielt nur die Tiere oder Tiergruppen entwurmt, die einen hohen Befall zeigen. Um diese Tiere zu identifizieren, gibt es verschiedene Methoden, die miteinander kombiniert gute Ergebnisse zeigen. Regelmäßige Kotuntersuchungen mit Eizählung (EpG) können am sichersten die Befallsintensität nachweisen. Auf optischem Niveau kann die Gesundheit des Tieres auch mit der Körperkondition (BCS) bestimmt werden. Dieses Verfahren ist im Milchviehbereich bereits ausreichend validiert. Regelmäßige Gewichtskontrollen sind außerdem hilfreich. Verschiedene Labortests können ebenfalls einen Befall nachweisen. Mithilfe von ELISA-Tests (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) lassen sich zum Beispiel der Braune Magenwurm (Ostertagia ostertagi) und der Lungenwurm (Dictyocaulus viviparus) über eine Milchprobe bestimmen.

Die Entwicklung der Würmer erfolgt in regelmäßigen Zyklen. Infektiöse Stadien können bis zu zwei Jahre auf den Flächen überdauern. Besonders stark infiziert sind Standweiden und Flächen, die regelmäßig ohne Mähnutzung beweidet werden.

Saisonaler Wechsel der Weideflächen reduziert Wurmbürde
Ein Wechsel zwischen Mäh- und Schnittnutzung reduziert auf natürliche Weise die Anzahl vorhandener Wurmlarven im Gras. Sinnvoll ist es, die Tiere im Frühjahr auf eine Weide zu treiben, die im Herbst zuletzt gemäht wurde. Damit ist die Anzahl überlebender Larven deutlich geringer. Bevor durch die Vermehrung der noch vorhandenen Würmer eine größere Belastung entsteht, werden die Tiere Mitte des Jahres auf eine Weide umgetrieben, die im Frühjahr gemäht wurde. So kann durch einen einfachen Weidewechsel die Wurmbürde reduziert werden. Sollten sich dennoch einzelne Tiere stärker infiziert haben, werden diese selektiv entwurmt.

Hier bieten sich Präparate aus der Gruppe der Benzimidazole, wie zum Beispiel Febantel oder auch Levamisol an. Starke Belastungen mit Fliegen oder anderen Ektoparasiten können durch die gleichzeitige Behandlung mit Pyrethroiden wie zum Beispiel Deltamethrin (Spotinor® Spot-on) oder Cyfluthrin (Bayofly® Pour-on) reduziert werden. Zum Eintrieb im Herbst wird die gesamte Jungtiergruppe vorzugsweise mit makrozyklischen Laktonen wie Ivermectin oder Eprinomectin entwurmt. Dadurch sinkt die Belastung in der Stallsaison und fördert eine optimale Entwicklung.
Kontakt: Michelle Rekitt, 0214 30-51875, michelle.rekitt@bayer.com und www.vetportal.bayer.de

Über Bayer HealthCare Deutschland
Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

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Letzte Änderung: 9. November 2016 Copyright © Bayer AG